An einer Schule in der belgischen Hauptstadt Brüssel mussten knapp 400 Schülerinnen und Schüler wegen eines Kohlenmonoxid-Austritts evakuiert werden. Sechs Personen erlitten eine leichte Vergiftung.
Brüssel. Am Dienstag kam es an der Schule Saint-Jean-Lasalle in der Brüsseler Gemeinde Saint-Gilles zu einem Kohlenmonoxid-Austritt. Fast 400 Schülerinnen und Schüler der Grund- und Sekundarstufe mussten das Gebäude verlassen. Drei Kinder und drei Erwachsene erlitten eine leichte Kohlenmonoxidvergiftung und wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Laut dem Bürgermeister von Saint-Gilles war ein Problem mit dem Heizkessel für den Austritt verantwortlich. Eine technische Leitung verbindet den Heizraum mit elf Klassenzimmern. Die Schule bleibt geschlossen, bis die Sicherheit des Gebäudes bestätigt ist.
Es ist nicht der erste derartige Vorfall in Brüssel. Bereits im vergangenen April mussten an einer Schule im Stadtteil Ixelles 24 Personen wegen einer leichten Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ursache war damals die unzureichende Ableitung der Abgase eines Brenners.
Während solche Vorfälle Zweifel über Zustand und Sicherheit von Schulgebäuden aufwerfen, fließen in der EU und der NATO weiterhin riesige Summen in die Aufrüstung. 2025 erreichte Belgien als einer der letzten europäischen Staaten das NATO-Ziel, mindestens zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. 2026 wurde dieses Niveau gehalten. In zwölf Jahren wurden die Verteidigungsausgaben damit mehr als verdoppelt.
Wir berichteten erst kürzlich über einen tödlichen Unfall bei einer Schule in Pakistan, sowie über die Mobilisierungen von Schülerinnen und Schülern in Frankreich, Deutschland und Österreich, die sich gegen marode Schulen sowie im Falle Österreichs rassistische Symbolpolitik richten. Für die Aufrüstung werden Milliarden bereitgestellt werden – Investitionen in sichere Schulen und gute Bildung bleiben aus. Das Kapital und seine Regierungen zeigen damit in der gesamten EU, wo ihre Prioritäten liegen: bei Aufrüstung und Kriegshetze und nicht bei den Bedürfnissen der Jugend.
Quellen: 902.gr/The Brussels Times




















































































