Porsche-Piëch-Familie kontrolliert Volkswagen und verfügt über Milliardenvermögen – während die Belegschaft Reallohnverluste und Stellenabbau hinnehmen soll.
Der Volkswagen-Konzern verschärft seinen Sparkurs auf Kosten der Beschäftigten. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen die Gehälter vieler Beschäftigter weltweit bis 2030 eingefroren werden. Laut IG Metall hat der Konzernvorstand die Personalverantwortlichen zu jahrelangen Nullrunden angewiesen. Bei anhaltender Inflation droht den Betroffenen dadurch ein Reallohnverlust von rund zehn Prozent. Gleichzeitig sollen weltweit weitere 50.000 Stellen gestrichen werden. Vier deutsche Werke stehen langfristig vor einer ungewissen Zukunft.
Was als Sparprogramm verkauft wird, bedeutet für die Belegschaft sinkende Kaufkraft, Arbeitsplatzabbau und wachsende Unsicherheit. Während Mieten, Lebensmittel und Energie teurer werden, sollen die Löhne stagnieren. Die Beschäftigten können sich von ihrem Einkommen damit immer weniger leisten.
Milliardenvermögen auf der einen, Lohnverzicht auf der anderen Seite
Ein Blick auf die Eigentumsverhältnisse zeigt, wer hinter Volkswagen steht. Die Familien Porsche und Piëch gehören zu den reichsten Familien Österreichs. Über die Porsche Automobil Holding SE kontrollieren sie maßgeblich den deutschen Autokonzern. Die Holding hält 53,3 Prozent der VW-Stimmrechte. Das Vermögen der Familien wird auf rund 22,5 Milliarden Euro geschätzt.
Während die Beschäftigten auf Lohnerhöhungen verzichten sollen, verfügen die Eigentümerfamilien über ein gewaltiges Vermögen und erheblichen wirtschaftlichen Einfluss. Die einen müssen von ihrem Lohn leben, die anderen profitieren von Eigentumsverhältnissen, die eben Profite privatisieren und Verluste sozialisieren.
Die Beschäftigten erwirtschaften den Reichtum
Autos entstehen durch die Arbeit der Beschäftigten in Produktion, Entwicklung und Logistik – nicht durch Aktienbesitz. Ohne ihre Arbeitskraft gäbe es weder Fahrzeuge noch Umsätze. Dennoch sollen gerade sie die Folgen der Krise tragen.
Eingefrorene Löhne senken die Personalkosten und entlasten damit den Konzern und somit die Ausschüttungen an die Eigentümer. Die Beschäftigten sollen durch Reallohnverluste zur Kostensenkung beitragen, während die Eigentümer, die über Jahrzehnte ihren Reichtum auf der Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeit sowie Angestellten gezogen haben auch so weiter machen können wie bisher.
Quelle: ZdA/Süddeutsche Zeitung/IG Metall/ORF


















































































