Nach einer vorübergehenden Belastung mit coliformen Bakterien und intestinalen Enterokokken gibt die Stadtgemeinde Hainburg Entwarnung. Eine neuerliche Untersuchung bestätigt die einwandfreie Qualität des Trinkwassers. Das zuvor geltende Abkochgebot ist damit aufgehoben.
Das Leitungswasser in Hainburg kann wieder ohne Einschränkungen getrunken und verwendet werden. Wie die Stadtgemeinde am Montag, 21. September, bekannt gab, konnten bei der jüngsten Untersuchung keine bakteriellen Verunreinigungen mehr nachgewiesen werden. Das Wasser entspricht damit wieder den gesetzlichen Anforderungen an Trinkwasser.
Ausgangspunkt war eine routinemäßige Wasserprobe, die am 10. September entnommen worden war. Die am 14. September vorliegenden Ergebnisse zeigten Abweichungen bei den zulässigen Werten für coliforme Bakterien und intestinale Enterokokken. Die Stadt verhängte daraufhin vorsorglich Nutzungseinschränkungen. Das Leitungswasser sollte für Trink- und Hausbrauchzwecke mindestens drei Minuten bei Siedetemperatur abgekocht werden. Gleichzeitig wurde das gesamte Leitungsnetz einer Schutzchlorierung unterzogen.
Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Ärztinnen und Ärzte, Schulen, Kindergärten und Gastronomiebetriebe wurden nach Angaben der Stadt informiert. Zusätzlich wurden eine Informationshotline eingerichtet und die Bevölkerung über die Gemeindewebsite, soziale Medien, die Gemeinde-App sowie eine Postwurfsendung verständigt.
Vergleichsprobe bereits ohne Auffälligkeiten
Noch am 14. September beauftragte die Gemeinde ein zweites externes Labor mit einer Vergleichsuntersuchung. Die dafür verwendeten Proben wurden noch vor Beginn der Schutzchlorierung entnommen. Bereits bei dieser Untersuchung konnten weder coliforme Bakterien noch intestinale Enterokokken nachgewiesen werden. Die Nutzungseinschränkungen blieben dennoch aufrecht, bis ein weiteres Trinkwasseruntersuchungsgutachten vorlag.
Für dieses wurden am 17. September erneut Proben entnommen. Das nun vorliegende Gutachten bestätigt die einwandfreie Wasserqualität. Damit entfällt auch das Abkochen des Leitungswassers.
Die Ursache für die auffällige Probe vom 10. September ist bislang nicht geklärt. Die Stadt nennt Messfehler, Rohrbrüche, Hochwasserereignisse oder Insekten als grundsätzlich mögliche Ursachen für derartige Verunreinigungen. Die wöchentlichen Eigenkontrollen des Wasserwerks hatten keine Auffälligkeiten ergeben. Auch bei der vorherigen routinemäßigen Untersuchung im Mai war das Hainburger Trinkwasser nicht beanstandet worden.
Enterokokken als Hinweis auf Verunreinigung
Intestinale Enterokokken gehören zur normalen Darmflora von Menschen und zahlreichen Tieren. Ihr Nachweis im Trinkwasser gilt als wichtiger Hinweis auf eine mögliche fäkale Verunreinigung. Nach Angaben der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) dürfen Enterokokken deshalb in 100 Millilitern Trinkwasser überhaupt nicht nachweisbar sein. Bei ihrem Auftreten besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass weitere krankheitserregende Mikroorganismen in das Wasser gelangt sind.
Werden Enterokokken nachgewiesen, ist eine Desinfektion des Trinkwassers erforderlich. Nach Abschluss dieser Maßnahmen müssen bakteriologische Kontrolluntersuchungen den Erfolg bestätigen. Genau dieses Verfahren wurde nun auch in Hainburg durchgeführt.
Nach Angaben der Stadt wurde zuletzt 2016 eine Verunreinigung des Hainburger Trinkwassers festgestellt. In den vergangenen Jahren seien unter anderem Investitionen in UV-Anlagen, Klimageräte und die Erneuerung der Hochbehälter vorgenommen worden.
Mit dem aktuellen Untersuchungsergebnis können die Hainburgerinnen und Hainburger ihr Leitungswasser nun wieder normal verwenden.
Quelle: Stadtgemeinde Hainburg/AGES





















































































