Zwei junge Palästinenser absolvierten kürzlich erfolgreich ihr Medizinstudium auf Kuba. Hunderte weitere Palästinenserinnen und Palästinenser studieren gratis auf der Insel. Seit dem Beginn der kubanischen Revolution steht die sozialistische Insel fest auf der Seite der unterdrückten Völker und leistet praktische Unterstützung.
Havanna. „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“- diese Worte stammen von Ernesto ‚Che‘ Guevara, dem Helden der kubanischen Revolution. Seit dem Sieg der Revolution im Jahr 1959 hat Kuba den Worten Ches unzählige Male Taten folgen lassen. Die Beziehungen zwischen der sozialistischen Republik in der Karibik und dem palästinensischen Volk legen davon besonderes Zeugnis ab. Seit 1982 können palästinensische Studierende auf Kuba kostenlose Stipendien erhalten. Über 1.500 Palästinenserinnen und Palästinenser haben seitdem auf der Insel Medizin studiert. Abdullah Allan und Ihab Al-Masri, zwei Mitglieder des Palästinensischen Kommunistischen Jugendverbandes, konnten kürzlich ihr Studium an der Lateinamerikanischen Schule für Medizin (ELAM) in Havanna erfolgreich den medizinischen Doktorgrad erwerben. Derzeit studieren weitere 250 junge Erwachsene aus Palästina Medizin auf der Insel.
Trotz Blockade: Solidarität in der Not
Solidarität mit Palästina hat auf Kuba eine lange Geschichte. Bereits wenige Monate nach dem Sieg der Revolution reiste Guevara in das Al-Bureij-Flüchtlingslager im Gaza-Streifen. Im Al-Bureij-Lager lebten viele Vertriebene der Nakba, der großen ethnischen Säuberung von 1948, unter widrigsten Lebensbedingungen. Das Lager existiert bis heute. Ebenfalls im Jahr 1959 wurde vertriebenen Palästinenserinnen und Palästinensern die kubanische Staatsangehörigkeit verliehen.
Die angespannte Lage aufgrund der anhaltenden Drohungen der USA gegenüber Kuba hat am Einsatz für andere unterdrückte Völker nichts geändert. Im vergangenen Jahr schloss sich Kuba Südafrikas Klage vor dem internationalen Gerichtshof an. Die Klage zielt darauf ab, Israel für die Verbrechen an der Bevölkerung Gazas zur Verantwortung zu ziehen.
Die konsequente Haltung Kubas führt unter anderem dazu, dass Israel zu den wenigen Staaten gehört, die jedes Jahr vor der UN-Vollversammlung gegen die Beendigung der Blockade Kubas stimmen. Im Jahr 2024 stimmten 187 Staaten für den von Kuba eingereichten Antrag, nur zwei Staaten stimmten dagegen: Die USA und Israel.
Ärzte statt Bomben
Neben der Vergabe von Studienplätzen und Stipendien schickt Kuba auch eigenes medizinisches Personal in andere Länder, um solidarische Unterstützung zu leisten. Kubanische Ärzte und Fachkräfte arbeiten in entlegenen Regionen Afrikas, um eine medizinische Grundversorgung aufzubauen. Während der Covid-19-Pandemie stellte Kuba seine eigenen Impfstoffe zur Verfügung und verkaufte sie weit unter den Preisen westlicher Pharmakonzerne.
Bei Kubas sozialistischem Weg der internationalen Hilfe handelt es sich gleichzeitig um ein Gegenmodell zur „Entwicklungshilfe“ westlicher Staaten, die oftmals mit dem Ziel politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme verbunden ist.
Quelle: National Network on Cuba


















































































