Linz. Im Raum Linz sind in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 20 Infektionen mit Legionellen gemeldet worden. Die Bakterien können eine schwere Lungenentzündung auslösen und sind besonders für ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen gefährlich.
Allein im Kepler Universitätsklinikum in Linz wurden bereits sechs Patientinnen und Patienten behandelt. Einige von ihnen mussten auch auf der Intensivstation versorgt werden. Auch aus anderen Spitälern wurden entsprechende Fälle bestätigt.
Untersuchungen laufen
Die zuständige Behörde des Magistrats Linz untersucht derzeit die gemeldeten Infektionen. Unterstützt wird sie dabei von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Ziel ist es, mögliche Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fällen festzustellen und mögliche Infektionsquellen zu identifizieren.
Im Zuge der Erhebungen wurden bereits Proben genommen, darunter auch Wasserproben aus Kühltürmen. Ob es eine gemeinsame Quelle für die Erkrankungen gibt, ist derzeit noch offen.
Ansteckung über Wassertröpfchen
Legionellen können sich vor allem in warmem Wasser vermehren, etwa in Wasserleitungen, Duschen oder technischen Anlagen, wenn Wasser längere Zeit steht und sich erwärmt. Gefährlich werden sie, wenn feinste Wassertröpfchen eingeatmet werden. Über diesen Weg können die Bakterien in die Lunge gelangen und dort eine schwere Entzündung verursachen.
Der Infektiologe Rainer Gattringer, ärztlicher Leiter des Klinikums Wels-Grieskirchen, betonte, dass bei den Fällen geklärt werden müsse, ob sich Patientinnen und Patienten im Ausland oder im Inland infiziert haben. Bei einer Ansteckung in Österreich müsse nachvollzogen werden, welche Kontakte mit möglichen Wasserquellen bestanden haben.
Schwere Krankheitsverläufe möglich
Eine Legionelleninfektion kann hohes Fieber, Husten und Atemnot verursachen. In schweren Fällen müssen Betroffene intensivmedizinisch behandelt und bei der Atmung unterstützt werden. Auch Herz-Kreislauf-Probleme können auftreten.
Da die Erkrankung meldepflichtig ist, werden alle bestätigten Fälle an die Gesundheitsbehörden weitergeleitet. Die Untersuchungen zu den aktuellen Infektionen im Raum Linz laufen weiter.
Quelle: ORF


















































































