Österreich hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen Titelverteidiger Argentinien eine engagierte und mutige Leistung gezeigt, musste sich am Ende aber der individuellen Klasse von Lionel Messi beugen. Die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick unterlag in Dallas mit 0:2, hinterließ gegen den amtierenden Weltmeister jedoch einen deutlich besseren Eindruck, als das Ergebnis vermuten lässt.
Dallas. Vor mehr als 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern erwischte die Partie einen spektakulären Beginn. Bereits in der Anfangsphase erhielt Argentinien nach VAR-Intervention einen Elfmeter zugesprochen. Doch ausgerechnet Lionel Messi vergab die große Chance zur frühen Führung und schoss am Tor vorbei. Dieser Moment verlieh dem österreichischen Team zusätzliches Selbstvertrauen.
Österreich begegnete dem Weltmeister nicht nur phasenweise auf Augenhöhe. Die Defensive um David Alaba, Kevin Danso und Stefan Posch arbeitete konzentriert, während das Mittelfeld immer wieder versuchte, den argentinischen Spielaufbau zu stören. Auch Jubilar Marcel Sabitzer, der sein 100. Länderspiel absolvierte, ging mit gutem Beispiel voran und führte seine Mannschaft mit großem Einsatz durch die Partie.
Dennoch zeigte sich einmal mehr, warum Lionel Messi zu den größten Fußballern der Geschichte zählt. Nachdem der argentinische Superstar zunächst mehrere Möglichkeiten ausgelassen hatte, schlug er kurz vor der Pause doch noch zu. Mit einem präzisen Abschluss brachte er die Albiceleste in Führung und schrieb gleichzeitig WM-Geschichte: Sein 17. Treffer bei Weltmeisterschaften machte ihn zum alleinigen Rekordtorschützen des Turniers.
Österreich ließ sich davon, und von einigen unsportlichen Eskapaden des außerhalb der Inter-Mailand-Sphäre nicht besonders beliebten Inter-Kapitäns Lautaro Martinez, jedoch nicht entmutigen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte das ÖFB-Team den Druck und suchte mutig den Weg nach vorne. Sabitzer sorgte mit einem gefährlichen Freistoß für den ersten Schuss auf das Tor von Emiliano Martínez bei dieser WM überhaupt. Gregoritsch kam zu einer guten Kopfballchance, Patrick Wimmer verfehlte in der Schlussphase ebenfalls nur knapp das Ziel. Was fehlte, war die letzte Konsequenz und Präzision im Abschluss.
Argentinien präsentierte sich dagegen abgeklärt und nutzte seine Erfahrung. Obwohl die Südamerikaner nicht durchgehend dominierten, kontrollierten sie weite Strecken des Spiels und warteten geduldig auf ihre Gelegenheiten. Als Österreich in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne warf, war es erneut Messi, der hartnäckig und mit Nachdruck zur Stelle war und mit seinem zweiten Treffer den 2:0‑Endstand besiegelte.
Das Ergebnis ist für Österreich zwar eine Niederlage, gleichzeitig aber auch ein Beweis dafür, dass die Mannschaft inzwischen mit den besten Teams der Welt mithalten kann. Gegen den amtierenden Weltmeister zeigte das ÖFB-Team Charakter, Organisation und Kampfgeist. Dass letztlich zwei Momente eines Ausnahmefußballers den Unterschied ausmachten, ist kein Grund zur Enttäuschung.
Für die Rangnick-Elf bleibt damit alles offen. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Algerien hat Österreich weiterhin die Chance, den Einzug in die KO-Phase aus eigener Kraft zu schaffen. Sollte die Mannschaft die gezeigte Leistung konservieren und vor dem Tor etwas effizienter werden, darf sie mit berechtigten Hoffnungen in das entscheidende Duell gehen.
Am Ende war es ein Abend, der zwei Wahrheiten bestätigte: Österreich ist auf der großen WM-Bühne absolut konkurrenzfähig – und Lionel Messi kann selbst mit fast 39 Jahren noch Spiele im Alleingang entscheiden.
Quellen: ORF / Tuttosport / Reuters




















































































