Mit den Duellen Kanada gegen Marokko sowie Frankreich gegen Paraguay wurde am Samstag die Achtelfinalrunde der Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet.
In der Partie Kanada-Marokko verlief die erste Hälfte torlos, wobei Kanada das bessere Team war. Marokko verteidigte jedoch jeden Angriff der Kanadier souverän. Nach dem Seitenwechsel verwandelten die Marokkaner dann quasi jede Chance, die sich ihnen bot. Azzedine Ounahi schoss zwei Tore in der 50. und in der 82. Minute. Zum Ende der Nachspielzeit erhöhte Soufiane Rahimi sogar noch auf 3:0.
In der zweiten Partie verteidigte Paraguay in der ersten Hälfte zunächst so diszipliniert und mit der notwendigen Härte, dass Frankreich nur über Distanzschüsse und Standardsituationen ansatzweise Gefahr erzeugen konnte. Wirklich brenzlig wurde es jedoch nie und die beiden Mannschaften gingen bei einem Stand von 0:0 in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit brauchte es einen Elfmeter, den Kylian Mbappe in der 70. Minute verwandeln konnte, um Frankreich zur Führung zu verhelfen. Paraguay versuchte daraufhin mit allen Mitteln irgendwie mit dem Ball zum gegnerischen Tor zu kommen, scheiterte jedoch und das Spiel endete 1:0.
Österreich chancenlos gegen Spanien
Österreich hatte sich zuvor am Donnerstag sang- und klanglos aus dem Turnier verabschiedet. Gegen Spanien konnte die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick kaum eigene Chancen generieren. Ohne der starken Leistung von Torwart Alexander Schlager wäre das Ergebnis außerdem wohl noch höher ausgefallen, denn auch die Defensive tat sich extrem schwer. So stand es nach 90 Minuten 3:0 für Spanien und das verdient.
Rückblickend verlief das Turnier aus der Sicht Österreichs ergebnistechnisch zumindest zufriedenstellend. Das Minimalziel, die Gruppenphase zu überstehen, wurde trotz durchaus schwerer Gegner erreicht. Blickt man allerdings auf die gezeigten Leistungen, fällt die Bilanz deutlich gemischter aus.
Zum Auftakt rang Österreich den Außenseiter Jordanien zwar mit 3:1 nieder, tat sich dabei aber über weite Strecken sehr schwer. Erst ein Eigentor in der Schlussviertelstunde und ein Elfmeter in der Nachspielzeit sorgten für den letztlich klaren Endstand.
Gegen Argentinien musste man sich wie zu erwarten mit 0:2 zu schlagen geben, wobei man in dieser Partie wohl noch die stärkste Leistung im ganzen Turnier zur Schau stellte. Defensiv präsentierte sich Österreich über weite Strecken (gemessen an der Qualität des Gegners) stabil und hielt lange dagegen, offensiv fehlte jedoch die Durchschlagskraft, um den Favoriten ernsthaft unter Druck zu setzen.
Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Algerien gelang schließlich mit einem dramatischen 3:3 der Einzug in die K.-o.-Phase. Österreich verspielte zwar zweimal eine Führung und schien nach dem 2:3 in der Nachspielzeit bereits ausgeschieden, ehe Joker Sasa Kalajdzic mit seinem Kopfballtreffer in letzter Sekunde den umjubelten Ausgleich und damit den erstmaligen Aufstieg in die WM‑K.-o.-Phase seit 1982 perfekt machte.
Über die gesamte Gruppenphase konnte man das durchaus starke Pressing, das in der Vorbereitung auf das Turnier gezeigt wurde, nicht aufs Spielfeld bringen. Im Spiel am Ball war man über weite Strecken ideenlos. Gegen Spanien wurden diese Schwächen schließlich schonungslos bestraft. Österreich fand weder gegen den Ball Zugriff, noch gelang es der Mannschaft den eigenen Ballbesitz über längere Phasen zu halten, beziehungsweise Ideen zu entwickeln, um den Europameister vor ernsthafte Probleme zu stellen.























































































