Bei drei schweren Arbeitsunfällen innerhalb kurzer Zeit wurden ein Mann tödlich verletzt, ein weiterer schwebt in Lebensgefahr und ein Lkw-Fahrer erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Die Vorfälle ereigneten sich in Wien, Kärnten und im Burgenland.
Innerhalb weniger Tage haben sich in Österreich drei schwere Arbeitsunfälle ereignet. In Wien stürzte ein 21-jähriger Arbeiter von einem Hausdach und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Im Bezirk Klagenfurt-Land wurde ein Lkw-Fahrer zwischen zwei Fahrzeugen eingeklemmt, nachdem ein abgestellter Klein-Lkw ins Rollen geraten war. Bereits zuvor kam im Burgenland ein 58-jähriger Lastwagenlenker bei einem Unfall mit einem Holztransporter ums Leben.
Arbeiter stürzt bei Montage eines Blitzableiters 25 Meter in die Tiefe
Ein 21-jähriger Arbeiter ist am Dienstagvormittag in Wien-Mariahilf bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt worden. Der Mann installierte auf dem Dach eines Gebäudes in der Linken Wienzeile einen Blitzableiter, als er aus rund 25 Metern Höhe abstürzte.
Zeugen des Unfalls verständigten gegen 9.00 Uhr die Einsatzkräfte. Die Berufsrettung versorgte den Verletzten zunächst notfallmedizinisch vor Ort. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Spital geflogen. Zum Zeitpunkt der Einlieferung schwebte der 21-Jährige in Lebensgefahr.
Die Landespolizeidirektion Wien hat Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Auch das Arbeitsinspektorat Wien wurde über den Vorfall informiert.
Holztransporter verunglückt – Lenker kommt ums Leben
Ebenfalls am Dienstagvormittag ereignete sich auf der L235 zwischen Unterschützen und Pinkafeld im Bezirk Oberwart ein tödlicher Unfall. Ein 58-jähriger Lkw-Lenker aus Tschechien war mit einem mit Holz beladenen Lastwagen unterwegs, als das Fahrzeug laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache auf das Bankett geriet.
In der Folge lösten sich Teile der Ladung. Die Fahrerkabine wurde schwer beschädigt, der Mann aus dem Fahrzeug geschleudert und unter mehreren Baumstämmen eingeklemmt.
Für den 58-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte konnten ihn nur noch tot bergen. Drei Feuerwehren, Rettungskräfte und der Notarzthubschrauber Christophorus 16 standen im Einsatz.
Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden. Das Holz musste zunächst umgeladen werden, bevor der verunfallte Lkw geborgen werden konnte. Die L235 blieb während der Arbeiten vollständig gesperrt.
Klein-Lkw rollt los und klemmt Fahrer zwischen zwei Fahrzeugen ein
Auf dem Gelände eines Industriebetriebes im Bezirk Klagenfurt-Land kam es am Montag zu einem weiteren schweren Arbeitsunfall. Eine 45-jährige Zustellerin hatte ihren Klein-Lkw im Bereich der Warenannahme hinter einem bereits abgestellten Lkw-Zug angehalten und war mit einem Paket ausgestiegen.
Kurz darauf setzte sich das Zustellfahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache in Bewegung und rollte auf den davor stehenden Lkw zu. Die Lenkerin versuchte noch, in das Fahrzeug zurückzuspringen, konnte es jedoch nicht mehr rechtzeitig stoppen.
Zwischen den beiden Fahrzeugen befanden sich zu diesem Zeitpunkt der 50-jährige Fahrer des Lkws aus Spanien sowie ein 57-jähriger Mitarbeiter des Industriebetriebes. Während sich der Mitarbeiter mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte, wurde der Lkw-Fahrer zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt.
Die Lenkerin und anwesende Zeugen leisteten Erste Hilfe und setzten die Rettungskette in Gang. Der Verletzte wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades vom Rettungshubschrauber C11 in das Unfallkrankenhaus Klagenfurt geflogen.




















































































