Bei einer Gedenkveranstaltung im palästinensischen Dorf Umm al-Khair ist der Knesset-Abgeordnete der Chadasch, Ofer Cassif, nach Angaben seiner Partei von israelischen Polizeikräften angegriffen worden. Die Veranstaltung erinnerte an den palästinensischen Friedensaktivisten Odeh al-Dha’alin, der vor einem Jahr von einem israelischen Siedler getötet wurde.
An der Gedenkfeier nahmen neben Cassif auch der Chadasch-Abgeordnete Ayman Odeh sowie zahlreiche Bewohner des Dorfes teil. Während der Veranstaltung erklärte die israelische Polizei das Gebiet zu einer geschlossenen Militärzone und forderten die Anwesenden auf, den Ort innerhalb weniger Minuten zu verlassen. Als die Räumung begann, wurde Cassif nach eigenen Angaben von Beamten gewaltsam angegriffen.
Cassif erklärte anschließend, die friedliche und respektvolle Gedenkveranstaltung sei von Dutzenden Grenzpolizisten gestört worden. Zugleich verwies er darauf, dass der Siedler, der Odeh al-Dha’alin getötet habe, weiterhin bewaffnet auf freiem Fuß sei. Mit Blick auf frühere Übergriffe gegen seine Person äußerte der Abgeordnete Zweifel daran, dass die Verantwortlichen diesmal zur Rechenschaft gezogen würden.
Gleichzeitig betonte Cassif, dass nicht der Angriff auf ihn im Mittelpunkt stehen dürfe. Entscheidend sei die tägliche Realität der Palästinenserinnen und Palästinenser unter der Besatzung. Er warf radikalen Siedlern vor, immer wieder gewaltsame Übergriffe zu verüben, während die Besatzungstruppen diese duldeten, schützten oder sich daran beteiligten. Dagegen müsse der Kampf für Gerechtigkeit und Frieden konsequent fortgesetzt werden.
Am Abend demonstrierten zudem Hunderte Menschen auf dem Habima-Platz in Tel Aviv gegen den Terror israelischer Siedler. Zu der Kundgebung hatten mehrere Friedensorganisationen aufgerufen, darunter Peace Partnership, Looking the Occupation in the Eye und Standing Together. Nach Angaben der Veranstalter beschlagnahmte die Polizei die Lautsprecheranlage, erklärte die Versammlung für unzulässig und ging gewaltsam gegen die Demonstrierenden vor, um die Kundgebung aufzulösen.
Quelle: International Communist Press



















































































