Während wir gerade eine Hitzewelle aufgrund der kapitalistischen Produktionsweise und der Emmissionen, die den Lifestyle des 1 Prozent von 1 Prozent ermöglichen, erleiden mussten, zeigt Mercedes ‑Benz nochmal deutlich an, was Imperialismus bedeutet: Kriege für die Völker und Luxus für die Superreichen.
Stuttgart. Die Rolle von Mercedes-Benz im 2. Weltkrieg ist nicht umstritten. Der Deutsche Automobilhersteller hat die nazistische Kriegsmaschinerie entscheidend unterstützt. Und wie jedes richtiges Monopol ist Mercedes-Benz auch in unserer Zeit bereit, den Krieg als Geschäftsmodell zu nutzen.
Was aber den Zynismus von Mercedes-Benz und die klassenbezogene Realität im Imperialismus klarer aufzeigt, ist nicht nur die Teilnahme des Konzerns an der Aufrüstung, sondern auch die gleichzeitige Übernahme eines Auftrags zum Bau einer luxuriösen Yacht für die Superreichen. Manche kriegen Bomben daheim, manche Kriegen Spa-Therapien im Ozean.
Die Gigayacht namens „Beyond Horizons“ ist 155m lang. Die Decks bieten eine Fläche von 4.645 m² für maximal 72 Gäste. Infinity-Pools, Holzterrassen, Spa Zonen, Konzerthalle und Art Galerie sind natürlich dabei. Insgesamt gibt es 30 Suites mit eigenem Balkon und Panoramablick auf den Ozean. Jede Suite ist durchschnittlich 74 Quadratmeter groß. Nur als kleine Erinnerung: in Wien wohnt jede Person im Durchschnitt in 38 Quadratmetern, wobei die Berechnung auch die Werte aus dem 1. Bezirk (100 Quadratmeter pro Person, ca. 3x so hoch wie der Mittelwert Wiens) in Betracht zieht.
Es ist geplant, dass „Beyond Horizons“ ab 2029 bzw. 2030 in Betrieb genommen wird. Das „exlusive Refugium auf See“, wie Mercedes-Benz das präsentiert, wird dem Maybach Ocean Club ‑ein sehr geschlossener Club von 300 Milliardären- zur Verfügung gestellt. Man muss Mitglied dieses Clubs sein, um in die Yacht einzusteigen. Nicht mal die üblich Reichen dürfen damit reisen.
Mercedes-Maybach zusammen mit Lloyd Werft haben also Sci-Fi Ideen aus Filmen wie das „Elysium“ zur handfesten Realität gemacht. Der Unterschied ist technisch: statt eine Raumstation wird für die Superreichen eine Yacht gebaut. Gesellschaftspolitisch läuft es auf das Gleiche hinaus: In beiden Fällen distanzieren sich die Superreichen physisch vom „Pöbel“ und bleiben geschützt vor Krankheit, Krieg und jeder Menge gesellschaftlicher Probleme, wofür die Existenz ihrer Klasse und die damit verbundene Produktionsweise die Ursache ist.
Quellen: iefimerida/Mercedes-Benz/Stadt Wien






















































































