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Home Feuilleton

Christentum als Drohbotschaft und als Frohbotschaft

27. Juni 2026
in Feuilleton
Christentum als Drohbotschaft und als Frohbotschaft

Gastbeitrag von Gerhard Oberkofler, geb. 1941, Dr. phil., Universitätsprofessor i. R. für Geschichte an der Universität Innsbruck.

Annotationen eines zum Marxismus konvertierten 85jährigen Tirolers aus Anlass der Huldigung von „Endzeit-Christen“

„Was die Christen nicht zustandebringen, will Satan nun fertigbekommen, der in den Marionetten des Kommunismus sich austobt.“ 

Pater Johannes Leppich SJ (1915–1992)[1]

„Vom Kommunismus kommen wir her. Unsere heiligen Quellen, die Kirchenväter, sind kommunistisch“.

Ernesto Cardenal (1925–2020)[2]

Die Bergpredigt als „Manifest der Menschenwürde“

Der antirassistische Aktivist der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und Priester David Kirk (1935–2007)[3] hat mit Unterstützung des Kämpfers gegen den US-amerikanischen Völkermord in Vietnam Daniel Berrigan SJ (1921–2016)[4] in bewusster und formaler Anlehnung an das 1964 im China der Kulturrevolution erstmals publizierte und dann für die Jugend der Welt in die Weltsprachen übersetzte kleine „Rote Buch“ mit Worten des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas Mao Tse-tung (1893–1976) die Kleinschrift „Worte des Vorsitzenden Jesus“ veröffentlicht (1969).[5] Die für die Hungernden und Dürstenden parteinehmenden „Bergpredigt“[6] des etwa 30jährigen, in einer armen, jüdisch gläubigen Arbeiterfamilie aufgewachsenen Jesus (Christus) von Nazareth (4. v. u. Z.-30. N. u. Z.) wird von David Kirk und Daniel Berrigan SJ als „Manifest der Menschenwürde“ eingeordnet. Beide zweifeln nicht an der religiösen Interpretation, dass in Jesus Christus ein Sohn Gottes Mensch geworden ist. David Kirk und Daniel Berrigan SJ lassen „Die Väter der Revolution“ in Weckrufen von Johannes Chrysostomus (347 – 407), Basilius (330–379) oder Ambrosius (339–397) zu Wort kommen und resümieren: „Die Befreiung der Armen und Unterdrückten war einer der Hauptgrundsätze christlichen Glaubens und Handelns. […] Wir müssen auf radikale Veränderung hin arbeiten! Änderungen, die zur wahren Befreiung des menschlichen Daseins führen“.[7] 

Zur Kritik des Marxismus an der Religion

Jesus von Nazareth kann mit seiner zentralen Aussage, dass die Liebe unter den Menschen alle Deklassierten einschließen muss, in dieser Interpretation als ein einzigartiger, vor zweitausend Jahren lebender Revolutionär geachtet werden. Als 30jähriger hat der aus einer jüdischen Familie stammende, aus Preußen, Frankreich und Belgien ausgewiesene Karl Marx (1818–1883) gemeinsam mit seinem jüngeren Freund Friedrich Engels (1820–1895) im Februar 1848 im Exil in London das wie die „Bergpredigt“ weltweit verbreitete „Manifest der Kommunistischen Partei“ als deutschsprachige Broschüre mit dem Aufruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ veröffentlicht.[8] Im „Manifest der Kommunistischen Partei“ lesen wir ebenso: „An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“.[9] Wladimir I. Lenin (1870–1924) war davon überzeugt, dass das Proletariat allein „durch seinen eigenen Kampf gegen die finsteren Mächte des Kapitalismus aufgeklärt wird“. Die Einheit des wirklich revolutionären Kampfes der unterdrückten Klasse war ihm „wichtiger als die Einheit der Meinungen der Proletarier über das Paradies im Himmel“. Die religiöse Frage sollte nicht an die erste Stelle gerückt werden, auch wenn es gelte, die Inkonsequenz „irgendwelcher ‚Christen‘ zu bekämpfen[10] Der Schweizer Kommunist Konrad Farner (1903–1974) hat seit den 1960er Jahren immer wieder vom revolutionären Jesus von Nazareth gesprochen. Der Kommunismus sei dem daraus abgeleiteten Christentum „nicht wesensfremd, sondern tief in ihm eingebettet“.[11] Welche Funktionen aber haben Religionen? Rational und emotionslos hat Karl Marx als erst 25jähriger in Auseinandersetzung mit der Rechtsphilosophie von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) Religion kritisiert: „Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks. Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist“.[12]

Über die Haltung des Vatikans als Führungszentrums der Katholischen Kirche zum Kommunismus. Die Parteinahme von deutschen Jesuiten im Kalten Krieg der 1950er Jahre

Seit dem 19. Jahrhundert und dem Übergang des Kapitalismus in seine Epoche mit dem wirtschaftlichen und militärischen Imperialismus hat sich die Katholische Kirche mit ihrem Führungszentrum im Vatikan gegen die in die Zukunft weisende kommunistische Arbeiterbewegung exponiert. Die päpstlichen Enzykliken „Rerum novarum“ (15. Mai 1891) von Papst Leo XIII. (1810–1903) und die inmitten einer Weltwirtschaftskrise von Papst Pius XI. (1857–1939) verlautbarte Enzyklika „Quadragesimo anno“ (15. Mai 1931) haben mit ihren katholischen Soziallehren das System der kapitalistischen Gesellschaftsordnung als Grundlage der weltweiten existentiellen Probleme nicht in Frage gestellt. Korrekturen zur Linderung der weltweiten Ausbeutung der Mehrheit der Menschheit durch eine Minderheit von Reichen sollten genügen. In der kirchlichen Soziallehre bleibt das Privateigentum an den Produktionsmitteln insbesondere an der Grundstoffindustrie unangetastet und heilig. Der von der US-amerikanischen Kirche geprägte Papst Leo XIV. (*1955) hält trotz seiner Erfahrungen in Peru daran fest, auch wenn er sich für die von der Kirche in vorangegangenen Jahrhunderten zu verantwortende Sklaverei entschuldigt.[13] Sein Vorgänger Papst Franziskus (1936–2025) hat für eine Veränderung der Wirtschaft, „die nicht tötet“ wiederholt appelliert.[14] Der lateinamerikanische Jesuit Jorge Mario Bergogio hat mit seinem an das revolutionäre Wirken von Franziskus von Assisi (1181/1182–1226) erinnernden Papstnamen die Aufgabe der katholischen Kirche, sich bedingungslos an die Seite der Besitzlosen gestellt und persönlich vorgelebt. 

Die sich auf die wissenschaftliche Weltanschauung von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir I. Lenin stützende kommunistische Bewegung der Arbeiterklasse, deren Ziel die klassenlose Gesellschaft ist, wurde von der Katholischen Amtskirche als satanisch bekämpft. Das gilt insbesondere für Europa, wo 1917 nach der siegreichen Großen Sozialistischen Oktoberrevolution mit der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) eine sozialistische Gesellschaft sich entwickeln konnte. Der Vatikan mobilisierte seine im Jesuitenorden herangebildeten intellektuellen Vortruppen, um sein Verdikt gegen den Marxismus zu begründen. An vorderster Front war der deutsche Jesuit Friedrich Muckermann SJ (1883–1946), der mit kirchlicher Druckerlaubnis die Auslöschung des Bolschewismus als Aufgabe des Abendlandes einforderte. Der Bolschewismus sei eine „Ersatzreligion“: „Eine gigantische asiatische Phantasie steigt vor uns auf, eine wirtschaftliche Improvisation, die in einem religiösen Kuppelbau aufgipfelt“.[15] Friedrich Muckermann SJ hat von 1934 bis 1940 in den Niederlanden, von wo aus er in die Schweiz fliehen konnte, die katholische Zeitschrift „Der deutsche Weg“ herausgegeben, die zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus und den Bolschewismus ermuntern sollte.[16] Der klerikale Antikommunismus verhinderte trotz der sich in offiziellen kirchlichen Verlautbarungen wie jener von Kardinal Adolf Bertram (1859–1945) verlautbarten Gegnerschaft zum Nationalsozialismus eine katholisch-kommunistische Einheitsfront zum Kampf gegen den deutschen Faschismus und dessen Kriegsvorbereitung. Der im Valkenburger Jesuitenkolleg lehrende Rheinländer Jakob Nötges SJ (1880–1963), ein Ordensbruder von Friedrich Muckermann SJ, hat 1931 zwei Broschüren veröffentlicht. Die eine fordert die von Adolf Hitler (1889–1945) und Alfred Rosenberg (1893–1946) ideologisch repräsentierte Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), deren Rassismus („Zoo-Religion“) er scharf kritisierte, auf, ihre Bewegung umzugestalten und mit dem Katholizismus in Einklang zu bringen.[17] Deutsche Spitzenintellektuelle waren über diese Kritik des Nationalsozialismus erbost, das sei, wie der deutsche Physiker Johannes Stark (1874–1957) formuliert, „als eine offene Kriegserklärung der Jesuiten an die nationalsozialistische Partei zu bewerten“.[18] Dieser deutsche Nobelpreisträger stützte sich auf die Aussage von Adolf Hitler, dass seine Bewegung keine religiöse Reformation wolle: „Sie sieht in beiden religiösen Bekenntnissen gleich wertvolle Stützen für den Bestand unseres Volkes und bekämpft deshalb diejenigen Parteien, die dieses Fundament einer sittlich religiösen und moralischen Festigung unseres Volkskörpers zum Instrument ihrer Parteiinteressen herabwürdigen wollen“.[19] Der Spitzenphysiker Johannes Stark war wie Adolf Hitler ein nach Rache dürstender Revanchist und wollte, dass die staatlichen Institutionen seinen verhassten Kollegen Albert Einstein (1879–1955) aus Anlass von dessen Reise nach Frankreich bedeuten sollen, dass „für deutsche Staatsbürger in amtlichem Verhältnis die Zeit für eine wissenschaftliche Anbiederung an die Franzosen durchaus ungeeignet ist“.[20] Der Weltweise Albert Einstein hat den Einsatz von Wladimir I. Lenin für die kommunistische Perspektive der Menschheit anerkannt. „Ich verehre in Lenin“, so Albert Einstein, „einen Mann, der seine ganze Kraft unter völliger Aufopferung seiner Person für die Realisierung sozialer Gerechtigkeit eingesetzt hat. 

1931 publizierte Jakob Nötges SJ über „Katholizismus und Kommunismus“ und erinnert einführend an die Ausführungen seines Mitbruders Muckermann SJ im Aprilheft 1931 der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Gral“, in denen dieser über die europäischen Außenhandelsbeziehungen zur Sowjetunion klagt: „Das ist die letzte Enthüllung des Geheimnisses der Bosheit, wie [Apostel] Paulus es nennt, daß die Erben der europäischen Kultur mit dem Barbarismus zu Tisch sitzen. Es geht uns hier nicht u Wirtschaft und nicht um Politik. Mag man Bündnisse schließen, wie immer man will, es bekümmert uns hier nicht. Aber ein Bündnis mit dem Satan, das geht auch uns an“.[21] Jakob Nötges SJ ruft die Katholiken zum Kampf gegen den Kommunismus auf: „Hier heißt es: alle auf die Wälle! Welche politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gegenmaßregeln zu ergreifen sind, überlassen wir selbstverständlich unseren berufenen Führern. Aber wir wollen und müssen mit Gegenwärtigem einmal das feindliche Gelände vom Standpunkte unserer katholischen Religion aus absuchen; die kommunistischen Rotten Satans mit ihren Absichten, Ausrüstungen und Aussichten darlegen und die alten heiligen scharfgeschliffenen Waffen aus dem depositum fidei bereitstellen. Daß wir unser Volk mit Weib und Kind aufrufen zum Sieg oder Tod!“[22]

Am 22. Juni 1941 hat die Wehrmacht Deutschlands und seiner für dieVerbündeten die Sowjetunion überfallen, 27 Millionen Sowjetbürger wurden bis Kriegsende getötet. Dennoch unterstellen zwei prominente deutsche Theologen in ihrem publizierten Gespräch über Jesus mit Blick auf die von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung befreite, aber gewiss nicht paradiesische Sowjetunion, dass der Marxismus „für Millionen von Menschen zur Hölle auf Erden“ geführt hat.[23] Die Rote Armee konnte mit ihren kommunistischen Kadern nicht nur ihre Heimatländer befreien, sondern auch Deutschland und Österreich vom Faschismus befreit. Die offizielle katholische Kirche hat ihre Haltung zum Kommunismus nach Kriegsende 1945 nicht überprüft. Papst Pius XII. (1876–1958), der 1939 die spanischen Faschisten unter Führung von Francisco Franco (1892–1975) zum Sieg im Bürgerkrieg beglückwünschte, forderte am 7. September 1947 auf dem Petersplatz die Aktivisten der „Katholischen Aktion“ zum „Kreuzzug“ gegen den Kommunismus auf.[24] In den 1950er Jahren war der aus Oberschlesien stammende Johannes Leppich SJ (1915–1992) in Westdeutschland als antikommunistischer Straßenprediger unterwegs. Auch in den Städten des noch besetzten Österreichs hörten ihm tausende Menschen zu. Pater Leppich SJ predigte, es dürften die in einer gemeinsamen Kirche vereinten Christen keine Angst mehr haben, wenn „von den Agenten des Teufels die Rede ist“.[25] Eine antikommunistische Kampfgemeinschaft der verschiedenen christlichen Konfessionen haben in den Jahren des Kalten Krieges viele prominente katholische Priester wie der österreichische Jesuit Pater Gustav A. Wetter SJ (1911–1991) gefordert.[26] In Westdeutschland und noch besetzten Österreich wurde das 1951 in der DDR verlegte Buch des evangelischen deutschen Theologen und Widerstandskämpfers Emil Fuchs (1874–1971) über „Marxismus und Christentum“ totgeschwiegen.[27] In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde gelegentlich über solche Hetzapostel wie Pater Leppich SJ berichtet, nach 1989/1990 bejubelten ihn die Wendehälse in Berlin als „Vorzeigejesuiten, Seelsorger und Deutschlands bekanntesten Asphaltprediger“.[28]

Das zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) öffnet für die katholische Kirche die Möglichkeit des Dialogs mit dem Marxismus. Die Befreiungstheologie in Lateinamerika wird 1989 im Auftrag der USA ausgelöscht

In offiziell katholischen Ländern wie in Italien oder in Frankreich sind katholische Christen öffentlich an die Seite der Kampfziele ihrer kommunistischen Brüder getreten. In den 1930er Jahren hat sich in eine Bewegung von Arbeiterpriester gebildet, die 1953/1954 in dieser Form von der katholischen Hierarchie untersagt wurde.[29] Das von Papst Johannes XXIII. (1881–1963) als Nachfolger von Pius XII. 1962 einberufene Zweite Vatikanische Konzil öffnete die Möglichkeit des Dialogs zwischen den in der Katholischen Kirche organisierten Christen und Marxisten. Im Weitergehen war für viele mit den Armen lebende und denkende Priester in Lateinamerika die innovative Enzyklika „Populorum progressio“ (26. Mai 1967)[30] von Papst Paul VI. (1897–1978) und die Zusammenkunft des lateinamerikanischen Bischofsrates im kolumbianischen Medellín (1968) der Anstoß zur Anerkennung des befreienden Widerstandsrechtes der Ausgebeuteten gegen die strukturelle Gewalt ihrer Unterdrücker.[31] Der peruanische Priester Dominikaner Gustavo Gutiérrez (1928–2024) definierte maßgeblich deren Anstrengungen als „Befreiungstheologie“ (1971).[32] Die marxistische Wissenschaft half den Befreiungstheologen zu verstehen, weshalb in der Vergangenheit das Christentum zu einer Stütze der mörderische Gewalt ausübenden Gesellschaftsstrukturen geworden ist anstatt in der Nachfolge von Jesus für eine Neuordnung den unterdrückten Völkern einzutreten.

Der an der katholisch theologischen Fakultät Innsbruck als Moraltheologe lehrende österreichische Jesuitenpater Johannes Kleinhappl SJ (1893–1979) hat vor der durch das Zweite Vatikanische Konzil möglich gemachten Beschäftigung mit dem Marxismus über diesen wissenschaftlich vorgetragen. Ohne jede Vorwarnung wurde er deshalb von seinen Ordensoberen mit Studienjahr 1948/49 aus dieser Universitätsprofessur nach Wien verjagt.[33] Der Aufbruch von katholischen Theologen, sich mit dem Marxismus als humanisierende Kraft in der Welt zu befassen, konnte auf Dauer aber nicht verhindert werden. Der an der katholisch theologischen Fakultät in Innsbruck seit 1949 als Dogmatiker und Fundamentaltheologe oft in lateinischer Sprache lehrende Karl Rahner S. J. (1904–1984) nahm die marxistische Kritik an der bürgerlichen Religion mit ihrer Jenseitsvertröstung an und entwickelte die theologische Unterscheidung von absoluter und innerweltlicher Zukunft. Sein ihm freundschaftlich verbundener Schüler Herbert Vorgrimler (1929–2014) schreibt: „Er [Karl Rahner] sagte vom Christentum, dass es keine Rezepte für die Gestaltung der innerweltlichen Zukunft habe und sich darum mit jedem wirklichen Humanismus verbünden könne und müsse, damit die innerweltliche Zukunft menschenwürdig werde“.[34] Karl Rahner erhielt Rückendeckung von dem seit 1965 (bis 1983) amtierenden Generaloberen des Jesuitenordens Pedro Arrupe SJ (1907–1991), der in Hiroshima den US-amerikanischen Atombombenabwurf (6. August 1945) selbst erlebt hat. Die von Arrupe SJ einberufene 32. Generalkongregation (1974/75) definierte als Sendung des Jesuitenordens den „Dienst am Glauben und Förderung der Gerechtigkeit“.[35]

Auf dem 8. Internationalen Kongress der jesuitischen Ökumeniker in Barcelona (25–31.August 1979) mit Ignacio Ellacuría (1930–1989) als Präsident wurde für das jesuitische Apostolat die Verbindung der Frage des Glaubens und seiner Praxis in der Förderung der Gerechtigkeit als grundlegende Basis überdacht.[36] Am 24. März 1980 wurde in El Salvador Erzbischof Oscar Arnulfo Romero (1917–1980), weil er den „Stimmlosen“ seine Stimme gegeben hat und für eine Veränderung der Gesellschaft eingetreten ist, ermordet.[37] Am 16. November 1989 wurden in der Jesuitenkommunität in El Salvador Ignacio Ellacuría, Segundo Montes SJ (1933–1989), Ignacio Martín Baró SJ (1942–1989), Amando López SJ (1936–1989), Joaquín López y López SJ (1918–1989) und Juan Ramón Moreno SJ (1933–1979) sowie die beiden anwesenden Frauen Elba Julia Ramos (1947–1989) und Celina Marisela Ramos (1974–1989) im Auftrag des US-Imperialismus ermordet. Diese jesuitischen Intellektuellen aus El Salvador, von denen nur ihr Mitbruder Jon Sobrino SJ (*1938) überlebt hat, weil er gerade abwesend war, waren Märtyrer ihres gelebten Christentums. Sie wurden als Kommunisten vom US-Imperialismus zur demonstrativen Tötung ausgewählt. Europas Kirche kondolierte, viel mehr tat sie nicht, hatte doch schon ihr Pater Leppich SJ gewarnt: „Und wenn Südamerika kommunistisch wird, dann gute Nacht Europa!“[38]

Mit der terroristischen Tötung in El Salvador ist die lateinamerikanischen Befreiungstheologie fast ausgelöscht worden. Jon Sobrino SJ, der eine Christologie aus der Perspektive der Opfer veröffentlich hat,[39] und andere in christlicher Verantwortung aktive Priester werden weltweit kaum mehr zur Kenntnis genommen. Das Lateinamerika Hilfswerk „Adveniat“ ist ihm verbunden und fordert immer wieder die politische Verantwortung der katholischen Kirche in den lateinamerikanischen Ländern ein. Der aus Deutschland kommende, von seinem Aufenthalt in El Salvador als Pfarrer einer Landgemeinde inspirierte, an der Innsbrucker Universität als Doktor der Theologie promovierte Pater Martin Maier SJ (*1960) hat als Hauptgeschäftsführer von „Adveniat“ auf den nach dem ersten linken Präsidenten Gustavo Petro (*1960) drohenden und schließlich tatsächlich erfolgten Rechtsruck in Kolumbien gewarnt.[40]

Die katholisch-theologische Fakultät in Innsbruck im Gespräch mit Peter Thiel. Jesuiten der Gegenwart leben utopische Hoffnungen

Der US-amerikanische Intellektuelle Noam Chomsky (*1928) hat die de facto Auslöschung der Befreiungstheologie in Lateinamerika im Auftrag der USA nüchtern und entsetzt festgestellt.[41] Die katholisch-theologische Fakultät Innsbruck will mit ihr nichts nachhaltig zu tun haben, obschon Ignacio Ellacuría SJ und Segundo Montes SJ als Jesuitenfratres in Innsbruck bei Karl Rahner gehört haben. Beide sind in der Innsbrucker Jesuitenkirche zu Priestern der katholischen Kirche geweiht worden, Ellacuría SJ am 26. Juli 1961, Montes SJ am 25. Juli 1963. Auf der Website der Katholisch Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck ist heute unverbindlich zu lesen: „gemeinsam – leben – denken. Wir reflektieren die großen Fragen des Lebens: Gott und Welt, Leben und Tod, Schöpfung und Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, Frieden und Freiheit, Dialog und Wahrheit. Wir gestalten aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse. Wir lernen aus der Geschichte und denken für die Zukunft. Wir betreiben lebensrelevante Theologie und Philosophie.“[42]

Das Lernen aus der Geschichte ist aber immer von den vorherrschenden Interessen angeleitet. Der von der Republik Österreich wohlabgesicherte katholische Theologe Wolfgang Palaver (*1958) aus Innsbruck und der sich als Endzeit-Christ mit seinen Zirkeln zelebrierende US-amerikanische Tech-Milliardär Peter Thiel (*1967) führen einen der Öffentlichkeit vermittelten akademischen Dialog.[43] Ihre Gemeinsamkeit basiert auf dem katholischen, viele Jahre in Kalifornien lebenden Bourgeoisideologen René Girard (1923–2015), der mit seinen Professorenargumenten den Eliten um MAGA (Make America Great Again) wie Peter Thiel oder J. D. Vance (*1984) heuchlerisches Weltgefühl indoktrinierte. Peter Thiel greift auf das christologische Weltbild des weithin unbekannten Russen Wladimir S. Solowiew (1853–1900) zurück. Über diesen hat Friedrich Muckermann SJ eine Monografie veröffentlicht hat, weil ihm dessen von der russischen Literaturtradition abgeleiteten Gedanken über die Herstellung der Ordnung nach dem christlichen Bild zeitlos waren.[44] Der aus Böhmen stammende Absolvent der Innsbrucker katholisch theologischen Fakultät und viele Jahre in Berlin (DDR) als permanent publizierender Historiker Eduard Winter (1896–1982) hat in seinem Buch „Rom und Moskau“ den historischen Kontext von Wladimir S. Solowiew behandelt und erwähnt, dass mit dessen Namen sich in Moskau eine Solowiew-Vereinigung gebildet hat, die die russisch-orthodoxe Kirche zum Papsttum hinführen sollte.[45] Die Unterstützung von Israel und dessen von der UNO verurteilten planmäßigen Kindermord in Palästina wird mit solcher Gesinnung als Teilhabe an den Plänen Gottes und als Schlüssel zur Endzeit gerechtfertigt. Wenn Peter Thiel vor dem „Antichristen“ als „eine Art finaler und universeller Tyrann im weltweiten totalitären Einheitsstaat“ warnt, ist ihm Solowiew Referenz. Ein solcher Tyrann sei Josef Stalin (1878–1953) gewesen, auf dessen „Vision des Weltstaats“ selbst im Westen nicht wenige hingeschaut hätten.[46] Das Versprechen von Frieden und Sicherheit mit einer Weltregierung würde eben verführen, meint der US-amerikanische Endzeit-Christ Peter Thiel im Einvernehmen mit dem nicht zitierten Pater Leppich SJ, der mit Blick auf Wladimir I. Lenin und Josef Stalin im Kalten Krieg predigte, dass die „kommunistische Friedenstaube“ „ein satanischer Raubvogel“ sei.[47] Ein charakteristisches Merkmal von Endzeit-Christen wie von dem aus den USA nach Argentinien übersiedelten Peter Thiel ist die Doktrin von Armageddon, die für die USA nicht neu, aber der Generation Z sicher unbekannt ist. Die Überlebbarkeit eines Atomkrieges und das definitive Ende des Marxismus soll damit prophezeit werden.

In unserer Zeit gibt es viele aus der Öffentlichkeit gedrängte Christen wie Kommunisten, die sich ihre Utopie im konkreten Leben nicht nehmen lassen. Im 3. Dekret der 34. Generalkongregation der Jesuiten in Rom (1995) heißt es: „Kein Dialog ohne den Glauben mit anderen zu teilen, Kulturen zu untersuchen, Sorge zu tragen für Gerechtigkeit“. „Die Wahrheit ist konkret ist“, forderte Papst Franziskus mit dem zu den bedeutendsten Marxisten des vorigen Jahrhunderts gehörenden Bertolt Brecht (1898–1956) ein.[48] So auch Daniel Berrigan SJ: „Bleib konkret, sei direkt! Stell dir die Welt vor! Wenn du ein Kind umarmst, wie kannst du da mit dem Tod dieses Kindes einverstanden sein?“[49] Und deshalb soll hier zum 80. Geburtstag von Pater Georg Sporschill SJ (*1946) an dessen über die Jahre anhaltende Bemühen mit dem von Ruth Zenkert (*1962) mit aufgebauten Verein Elijah um die Rettung der nach dem Zusammenbruch der Sozialismus und der Restauration des räuberischen Kapitalismus in Rumänien sich epidemisch ausbreitenden Straßenkindern.[50] Moise, der mit Elija aufgewachsene Roma Künstler, schreibt zu einem von ihm gemalten, wunderschönen Bild: „Einmal in der Woche ist Sitzung mit den Hausleiterinnen. Pater Georg stellt Fragen: ‚Wie können wir mehr Kinder retten? Wer hat neue Ideen?‘ Er ist nie zufrieden, er will mehr“.[51] 


[1] Pater Leppich: Atheisten-Brevier. Butzon & Bercker 1. A. 1964, S. 248 und 250.

[2] Wolfgang Beutin, Hermann Klenner, Eckart Spoo (Hg.): Lob des Kommunismus. Alte und neue Weckrufe für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen. Verlag Ossietzky GmbH 2013, S. 188 f.

[3] https://​fatherdavidkirk​.com/ 

[4] Gerhard Oberkofler: Friedensbewegung und Befreiungstheologie. Marxistische Fragmente zum Gedenken an den Friedenskämpfer Daniel Berrigan SJ (1921–2016. Trafo Verlag Berlin 2016.

[5] Quotations from Chairman Jesus. Templegate Publishers, Springfield, Illinois 1969. Worte des Vorsitzenden Jesus zusammengestellt von David Kirk mit einem Vorwort von Daniel Berrigan. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Heinz-Theo Arntz, Hubert Huylmans, Maria Studer. Imba Verlag i. Ue. und Laetare Verlag Stein/Nürnberg, 183 S., 80.

[6] Matthäus, 5,1–12. Die Bibel, S. 1079 ‑1083.

[7] Worte des Vorsitzenden, S. 166–183, 8 f.

[8] MEW 4 (1972), S. 459–493.

[9] MEW 4, S. 482.

[10] W. Lenin: Sozialismus und Religion. Werke, Band 10 (November 1905-Juni 1906). Dietz Verlag Berlin 1972, S. 70–75, hier S. 74.

[11] Konrad Farner: Ist Jesus einzigartig? Radius. Eine Vierteljahresschrift 18. Jg. (1973), S. 9 f.; derselbe: Theologie des Kommunismus? Stimme Verlag Frankfurt / M. 1969; derselbe: Marxistisches Salz für christliche Erde. Christliches Salz für marxistische Erde. Polis 44 Evangelische Zeitbuchreihe. Theologischer Verlag Zürich 1971, S. 87. Vgl. Gerhard Oberkofler: Konrad Farner. Vom Denken und Handeln des Schweizer Marxisten. StudienVerlag Innsbruck / Wien / Bozen 2015. 

[12] MEW 1 (1972), S. 378–391, hier S. 378 f.; vgl. dazu Hermann Klenner: Über Marxens Religions- und Rechtskritik. UTOPIE kreativ, H. 84 (Oktober 1997), S. 5–10.

[13] Enzyklika Magnifica Humanitatis vom 15. Mai 2026: Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica Humanitas“ (15. Mai 2026)

[14] Z. B. Papst Franziskus: Für eine Wirtschaft, die nicht tötet. Wir brauchen und wollen Veränderung. Mit einer Einführung von Thomas Seiterich. Publik-Forum Camino. Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart 2015.

[15] Der Bolschewismus droht! Katholische Tat-Verlag, Köln 1930, S. 8; vgl. Hubert Gruber: Friedrich Muckermann S. J. 1883–1946. Ein katholischer Publizist in der Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist. Matthias-Grünewald-Verlag Mainz 1993. 

[16] Vgl. Friedrich Muckermann: Der deutsche Weg. Aus der Widerstandsbewegung der deutschen Katholiken 1930–1945. NZN Verlag Zürich 1946.

[17] Nationalsozialismus und Kommunismus. 2. A. Katholische Tat-Verlag, Köln 1932.

[18] Johannes Stark: Nationalsozialismus und Katholische Kirche mit einer Antwort auf Kundgebungen deutscher Bischöfe. Verlag Frz. Eher Nachf., G. m. b. H., München 3., erweiterte Auflage1931. 

[19] Mein Kampf. Z. B. 434.–443. A. Zentralverlag der NSDAP Frz. Eher Nachf. München, S. 379 f.

[20] Siegfried Grundmann: Einsteins Akte. Einsteins Jahre in Deutschland aus der Sicht der deutschen Politik. Springer Verlag Berlin / Heidelberg 1998, S. 208 f. 

[21] Katholizismus und Kommunismus. Katholische Tat-Verlag, Köln 1931, hier S. 6.

[22] Ebenda, S. 7.

[23] Jesus Christus auf der Spur. Jan-Heiner Tück im Gespräch mit Walter Kardinal Kasper über Fragen der Christologie. Herder Verlag Freiburg / Basel / Wien 2026, S.128.

[24] Aufbau und Entfaltung des gesellschaftlichen Lebens. Soziale Summe Pius‘ XII. Herausgegeben von Arthur-Fridolin Utz und Joseph-Fulk Groner. Band 1. Paulzs Verlag Freiburg (Schweiz) 2. Unveränderte A. 1963, 134. Vgl. J. R. Grigulevič: Die Päpste des XX. Jahrhunderts. Von Leo XIII. bis Johannes-Paul II. Mit einem Vorwort von Hubert Mohr. Verlag Progress Moskau. Urania-Verlag Leipzig / Jena / Berlin 1984, hier S. 259. 

[25] Pater Leppich spricht. Journalisten hören den „Arbeiterpater“. Aufgezeichnet von Günther Mees und Günter Graf. Bastion-Verlag Düsseldorf. 6. A. (51–65. Tausend) November 1953, S. 24.

[26] Gustav A. Wetter: Entwicklungstendenzen der Nachstalinistischen Epoche. In: Christen und Bolschewisten. Eine Vortragsreihe. Alfred Kröner Verlag Stuttgart 1957, S. 63–80, hier S. 79 f.

[27] Emil Fuchs: Marxismus und Christentum. Koehler & Amelang Leipzig.

[28] Neue Zeit vom 4. Juli 1961 („Pater Leppich hetzt wieder“) und Neue Zeit vom 12. September 1991.

[29] Artikel „Arbeiterpriester“ (Reinhard Frieling) in: Theologische Realenzyklopädie Band III. Walter de Gruyter Berlin / New York 1978, S. 681–687.

[30] Populorum Progressio (26. März 1967)

[31] Ignacio Ellacuría: Gewaltlose Friedensarbeit und befreiende Gewalt: Widerstandsrecht und Formen des Widerstands in der Dritten (Lateinamerika) und der Esten Welt (Baskenland). Concilium 24 (1988), S. 47–53.

[32] Papst über Gustavo Gutiérrez: „Ein großer Mann der Kirche“ – Vatican News

[33] Vgl. Gerhard Oberkofler: Eine Erinnerung an den Moraltheologen Johannes Kleinhappl. Alfred Klahr Gesellschaft 3/ 2004. Die österreichische Jesuitenprovinz hat 2009 (23. Oktober) mit P. Alois Riedlsperger SJ und P. Gernot Wisser SJ eine Gedenkveranstaltung für Johannes Kleinhappl zu dessen Rehabilitation veranstaltet.

[34] Herbert Vorgrimler: Karl Rahner. Zeugnisse seines Lebens und Denkens. topos taschenbücher Band 146. 2. A. Kevelaer 2011, S. 162.

[35] Vgl. Martin Maier SJ: Pedro Arrupe – Zeuge und Prophet (= Ignatianische Impulse 24). Echter Verlag GmbH Würzburg 2007; Jon Sobrino: Sterben muß, wer an Götzen rührt. Das Zeugnis der ermordeten Jesuiten in San Salvador: Fakten und Überlegungen. Mit einem Hintergrundbericht von Rogert Pelzter. Edition Exodus. Fribourg/Brig 1980.

[36] Karl Rahner Archiv München. Frld. Übermittlung der Unterlagen durch Provinzarchiv Dr. Clemens Brodkorb!

[37] Z. B. Oscar Arnulfo Romero: Die notwendige Revolution. Mit einem Beitrag von Jon Sobrino über den Märtyrer der Befreiung. Kaiser Verlag München / Matthias Grünewald Verlag Mainz 1982. 

[38] Leppich, Atheisten-Brevier, S. 256.

[39] Jon Sobrino SJ: Der Glaube an Jesus Christus. Eine Christologie aus der Perspektive der Opfer. Herausgegeben und mit einer Einführung versehen von Knut Wenzel Übersetzt von Ludger Weckel Matthias Grünewald Verlag Ostfildern 2008.

[40] Ein Gespräch mit Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier „Kirche nimmt politische Verantwortung wahr“. Die Fragen stellte Annika Schmitz. Herder Korrespondenz 2/2024, S. 17–21; Kolumbien: Der Friedensprozess steht auf dem Spiel – Adveniat | Das Lateinamerika-Hilfswerk

[41] Noam Chomsky: Wer beherrscht die Welt? Die globalen Verwerfungen der amerikanischen Politik. Aus dem Amerikanischen von Karlheinz Dürr, Norbert Juraschitz und Hainer Kober. Ullstein Verlag Berlin 2016, S. 22 f.

[42] Katholisch-Theologische Fakultät – Universität Innsbruck

[43] https://​www​.katholisch​.at/​a​k​t​u​e​l​l​e​s​/​1​5​6​4​0​1​/​t​h​e​o​l​o​g​e​-​p​a​l​a​v​e​r​-​v​e​r​t​e​i​d​i​g​t​-​s​e​m​i​n​a​r​-​m​i​t​-​p​e​t​e​r​-​t​h​i​e​l​-​a​n​-​u​n​i​-​i​n​n​s​b​ruck

[44] Friedrich Muckermann S. J.: Wladimir Solowiew. Zur Begegnung zwischen Rußland und dem Abendland. Verlag Otto Walter AG. Olten 1945. 

[45] Eduard Winter: Rom und Moskau. Ein halbes Jahrtausend Weltgeschichte in ökumenischer Sicht. Europa Verlag Wien 1972; dazu Gerhard Oberkofler: Rom und Moskau. Plädoyer für Eduard Winter. Die Zukunft 1973, Heft 9, S. 16–18. Eduard Winter hat ein Exemplar dieses Buch dem Autor gewidmet: „Dem lieben jungen Freund Oberkofler in Dankbarkeit für sein Interesse an meinen Arbeiten 12. VIII 72 EWinter“. 

[46] Peter Thiel und der Antichrist. Die Weltwoche vom 9. 10. 2025 (Roger Köppel)

[47] Leppich, Atheisten-Brevier, S. 280.

[48] „Die Wahrheit ist konkret“ – Zeitung der Arbeit

[49] Worte des Vorsitzenden, S. 11.

[50] Vgl. Moise. Mein Leben mit Pater Georg. Herausgegeben von Alfred Fogarassy. 2026 Elijah, Ruth Zenkert und Fogarassy Privatstiftung 2026; Georg Sporschill: Freunde im Herrn. In: Willi Lambert (Hg.), Von Ignatius inspiriert. Erfahrungen und Zeugnisse. Echter Verlag Würzburg 2011, S. 121 f. 

[51] Ebenda, S. 121.

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Bildquelle: Simon Legner, CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en, via Wiki Commons
Schlagworte: BefreiungstheologieChristentumLateinamerikaMarxismusOberkofler

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