London. Warschau. Großbritannien und Polen haben ihre militärische Zusammenarbeit deutlich ausgeweitet. Beide Staaten unterzeichneten am Mittwoch in London ein neues Verteidigungsabkommen, das insbesondere auf eine stärkere Abschreckung an der NATO-Ostflanke abzielt. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom britischen Premierminister Keir Starmer und dem polnischen Regierungschef Donald Tusk.
Nach Angaben der britischen Regierung sieht das Abkommen groß angelegte gemeinsame Militärübungen sowie einen verstärkten Einsatz unbemannter Systeme an der Ostflanke der NATO vor.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Entwicklung moderner Waffentechnologien. Beide Länder wollen künftig enger bei der Herstellung „komplexer Waffensysteme der nächsten Generation“ kooperieren. Das Abkommen steht damit für die weitere Militarisierung Europas und die Verschärfung der Konfrontationspolitik der NATO gegenüber Russland im Rahmen des imperialistischen Kampfes um die Neuaufteilung Osteuropas.
Neben militärischen Fragen umfasst das Abkommen auch eine vertiefte Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität sowie im Cyberbereich. Darüber hinaus wollen London und Warschau ihre Kooperation bei Migrationsthemen und im Gesundheitswesen ausbauen.
Großbritannien hatte in den vergangenen Jahren bereits ähnliche Verteidigungsvereinbarungen mit Deutschland und Frankreich geschlossen. Polen wiederum unterzeichnete zuvor ein Sicherheitsabkommen mit Frankreich. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums laufen derzeit zudem Gespräche über ein deutsch-polnisches Verteidigungsabkommen. Ein Abschluss werde noch im Laufe des Sommers angestrebt.
Quelle: Junge Welt





















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