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Swarovski: Angekündigter Stellenabbau beginnt

Der Swarovski-Konzern kündigt 200 Beschäftigte am Standort Wattens, weltweit verlieren 600 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Die Kurzarbeit wird bis Ende September verlängert.

Wattens. Bereits im März kündigte das Swarovski-Management den Abbau von 1000 Stellen bis 2012 am Standort Wattens an. Die GO in Tirol der Partei der Arbeit erklärte damals, dass „ein jeder Betrieb, ein jedes Unternehmen (mag es auch noch so professionell geführt werden), im sog. freien Markt niemals zum Wohle der Menschen und zur Befriedigung der Bedürfnisse der ArbeiterInnen produzieren wird.“

In der Zwischenzeit erreichte die Corona-Pandemie auch Österreich und zu den umfassenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise gehörte auch die Möglichkeit die Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten in Kurzarbeit zu schicken. Swarovski hat diese Maßnahme zur Absicherung der eigenen Profite genutzt und hat seine Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt. Dies soll bis Ende September auch so bleiben. Parallel beginnt man jetzt auch mit den Kündigungen.

Swarovski hat bekannt gegeben, dass in einem ersten Schritt weltweit 600 Stellen abgebaut werden sollen. Am Standort Wattens sollen dazu 200 Arbeitsplätze in den Bereichen Marketing und Vertrieb gestrichen werden. Der Konzern erklärt dazu, dass 125 Jahre nach der Gründung des Konzerns es umso wichtiger wäre, Strukturen kritisch zu hinterfragen und zu prüfen. Effizienz und Ressourcenbündelung wird propagiert.

Die Gewerkschaft PRO-GE erklärte, dass die Maßnahmen für sie moralisch und sozialpolitisch nicht nachvollziehbar seien, da die Kurzarbeit ja dazu dienen sollte, einen Stellenabbau zu verhindern. Ein Sprecher der GO Tirol der PdA erklärte, dass sich auch hier deutlich zeige, dass im Kapitalismus immer die Profite der Unternehmer über dem Wohl der Gesellschaft stehen. „Die Gewerkschaft ist nicht in der Lage die Rechte der Arbeiternehmer zu verteidigen, dies wäre nur in Konfrontation mit dem Kapital möglich, eine kämpferische Front der Arbeiterinnen und Arbeiter wäre dafür notwendig“, fügt der Sprecher hinzu.

Quelle: ORF

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