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Ungleichheit nimmt weiter zu

Steigende Preise für Energie und Lebensmittel befeuern Armut und soziale Ungleichheit. Während mehr als eine Viertelmilliarde Menschen gefährdet sind, im Jahr 2022 in extreme Armut abzurutschen, machen Konzerne und die dahinterstehenden Superreichen gigantische Gewinne. Das zeigt der Bericht „Profiting from Pain“, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht. 

Zum Stichtag 11. März 2022 gab es 2.668 Milliardärinnen und Milliardäre auf der Welt, 573 mehr als zu Beginn der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020. Diese Milliardärinnen und Milliardäre verfügten zusammen über ein Vermögen von 12,7 Billionen Dollar – ein realer Anstieg von 3,78 Billionen Dollar (42 Prozent) während der COVID-19-Pandemie. 

Gleichzeitig sind nach Berechnungen der Weltbank und Oxfams rund 260 Millionen Menschen gefährdet, aufgrund zunehmender sozialer Ungleichheit und steigender Lebensmittelpreise in Armut abzurutschen. 

Auch in Österreich spitzt sich die Lage aufgrund der Preissteigerungen weiter zu. Bereits 2021 erhielten knapp 14 Prozent der Erwerbstätigen einen Lohn unterhalb der Armutsgrenze. Sozialmärkte berichten nach massiv gestiegener Nachfrage aufgrund der steigenden Preise. Die Lage spitzt sich weltweit und so auch in Österreich weiter zu, und auch die Sozialpartnerschaft scheint keine Lösung zu bieten, um die Auswüchse des Kapitalismus zu bearbeiten. Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer.

Quelle Oxfam

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