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Kinderärztemangel in Tirol

Innsbruck. Der Kinderarztmangel in Tirol herrscht nicht nur auf dem Land, wie man es vielfach hört, sondern auch in der Stadt. Dieser nimmt mittlerweile ein solches Ausmaß an, dass es laut Berichten für Jungeltern zu Schwierigkeiten kommt, Termine für U‑Untersuchungen zu erhalten. Diese Untersuchungen sind für den Mutter-Kind-Pass notwendig.

Es herrscht nicht nur ein Mangel an Kassenärzten, sondern auch Wahlärzte nehmen dem Vernehmen nach vielfach keine neuen Patientinnen und Patienten mehr an. Es zeigt sich wieder einmal das Problem mit einem Gesundheitssystem, das nicht entsprechend der Bedürfnisse des Volkes und der Volksgesundheit organisiert wird. 

Aufgrund der eigenen privaten Betreuungs- und Sorgeverantwortungen arbeiten im Bereich der Kinderheilkunde vielfach Ärztinnen, die häufig nicht Vollzeit arbeiten, so die Ärztekammer. Das bedeutet, dass mehr Personen für die Abdeckung der Bedarfe benötigt werden – und diese gibt es nicht. 

Gleichzeitig bilden die Krankenhäuser nicht im ausreichenden Maß Ärztinnen und Ärzte für diesen Bereich aus. Denn diese Ausbildungsplätze sind mit Kosten verbunden und Krankenhäuser arbeiten eben auch nach der Maßgabe der Wirtschaftlichkeit – also nach der kapitalistischen Profitlogik. Wie diese Lücke geschlossen werden soll, ist offen. Das herrschende Gesundheitssystem wird derartige Probleme aber sicherlich nicht nachhaltig lösen können. 

Quelle: ORF

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