Start Panorama Semmering-Basistunnel: Diesel und Baumaterial im Wert von Millionen gestohlen

Semmering-Basistunnel: Diesel und Baumaterial im Wert von Millionen gestohlen

Gloggnitz/Mürzzuschlag. Nach mehreren Todesfällen von Arbeitern im Zuge der Bauarbeiten und bereits jahrelangen Bauverzögerungen dürfte es jetzt auf der Großbaustelle Semmering-Basistunnel zu organisiertem Diebstahl in Millionenhöhe gekommen sein.

Bereits 2018 erstattete eine Transportfirma Anzeige bei der Polizeiinspektion Gloggnitz, weil 300.000 Liter Diesel verschwunden waren. Die dadurch in Gang gekommenen Ermittlungen brachten das wahre Ausmaß der Diebstähle ans Licht.

Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, soll der Chefeinkäufer mit mehreren Komplizen tonnenweise Ziegel, Beton, Stahl und andere Baumaterialien abgezweigt, weiterverkauft und bei anderen Baustellen verbaut haben. Ersten Erkenntnissen zufolge beläuft sich der Schaden auf über zwei Millionen Euro. Zum Zweck des Weiterverkaufens der Baumaterialien unter der Hand haben die Beschuldigten sogar eigene Firmen gegründet. Laut Behörden sind sie teilweise geständig.

Auftraggeber für den Tunnelbau ist die ÖBB und somit die öffentliche Hand. Der Schaden trifft also jede/n österreichische/n Steuerzahler/in.

Der Spatenstich für den Semmering Basistunnel erfolgte bereits am 25. April 2012. Ab 2027 dann sollen die Züge zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag mit bis zu 230 km/h unterwegs sein. Die Fahrtzeit von Wien nach Graz soll durch den 27 Kilometer langen Tunnel auf unter zwei Stunden sinken. Statt 45 Minuten über die historische Semmeringbahn brauchen Züge für die gleiche Strecke dann nur mehr 15 Minuten.

Quelle: MSN/heute

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