HomePolitikBundeskanzler und Gesundheitsminister kündigen Lockdown für Ungeimpfte an

Bundeskanzler und Gesundheitsminister kündigen Lockdown für Ungeimpfte an

Der Corona-Stufenplan werde um zwei Stufen erweitert. Ab Stufe 4 sollen für ungeimpfte und nicht genesene Menschen zahlreiche Einschränkungen des öffentlichen Lebens und ab Stufe 5 ein Lockdown für Ungeimpfte folgen.

Wien. In einer nächtlichen Pressekonferenz präsentierten Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) die Ergebnisse der Beratungen zwischen Bundesregierung und den Landeshauptleuten. Einstimmig beschlossen wurde von Regierung und den Ländern die Erweiterung des CoV-Stufenplans, dessen neuen Einschränkungen insbesondere ungeimpfte Menschen betreffen sollen.

So wurde die Einführung von zwei neuen Stufen angekündigt. Sobald ein Viertel der Intensivbetten ausgelastet ist, soll für jene Bereiche, für die zuvor ein Test ausreichte, die 2G-Regel eingeführt werden. Für Gastronomie, Hotellerie, Veranstaltungen, Krankenhaus- sowie Pflegebesuche muss dann der Nachweis erbracht werden, dass man gegen eine Covid 19-Erkrankung „geschützt sei“, also geimpft oder genesen sei. Die Marke von 25 Prozent tritt bei 500 Intensivpatientinnen und ‑patienten ein.

Die Stufe 5 soll bei einer 30-prozentigen Auslastung und 600 belegten Intensivbetten umgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt soll es für ungeimpfte Personen einen neuerlichen Lockdown geben. Das Verlassen des eigenen Wohnbereiches soll für diese Personengruppe dann nur mehr unter bestimmten Ausnahmegründen möglich sein, so die verkündeten Regierungspläne.

Die Siebentagesnachlauf-Frist fällt ab der dritten Stufe, das heißt, die Maßnahmen treten unmittelbar nach Überschreiten der jeweils definierten Prozentmarke an Intensivpatientinnen und ‑patienten in Kraft. 

Die beiden Vertreter der Bundesregierung ließen es sich nicht nehmen, mehrfach zu betonen, dass die neu angekündigten Einschränkungen nur ungeimpfte Menschen treffen würden. Ein genereller Lockdown komme laut Bundeskanzler Schallenberg nicht infrage.

Quelle: derstandard​.at

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