HomePolitikKanzleramt zahlt den Medien so viel wie nie zuvor

Kanzleramt zahlt den Medien so viel wie nie zuvor

Der schwer in die Defensive geratene Bundeskanzler Kurz gab allein im ersten Quartal knapp neun Millionen Euro für Inserate und Medienkooperationen aus. Das entspricht einer Verdreifachung (!) zum Vorjahreszeitraum.

Wien. Beim Arbeitslosengeld gibt sich die türkis-grüne Bundesregierung geizig – für PR auf Steuerzahlerkosten sind aber schnell Millionen aufzutreiben. 13,8 Millionen um genau zu sein, und das allein von Jänner bis März dieses Jahres. Das sind 5,9 Millionen mehr als im ersten Quartal 2020. Veröffentlicht wurden die Zahlen diese Woche von der für Medientransparenz zuständigen RTR.

Besonders auffällig ist das Kanzleramt, das mit 8,9 Millionen Euro den Großteil der Gesamtausgaben der Bundesregierung für meist sinnentleerte Imagekampagnen verantwortet. Das sind mehr als dreimal so viel wie im ersten Quartal 2020 (2,7 Mio. €). Von der „Krone“ und dem Druckwerk „Österreich“ über diverse Privatsender und Internetseiten bis hin zur Yachtrevue durfte ein beträchtlicher Teil der heimischen Medienlandschaft gegen üppige Inseratenpreise die Regierungs-PR unters Volk bringen. Im Gegensatz zur ebenfalls äußerst großzügigen Presseförderung sind die millionenschweren Inseratenkampagnen an keinerlei Vorgaben zu Medienvielfalt oder kritischer Berichterstattung gebunden.

So überrascht die Tatsache wenig, dass wieder einmal ein großer Brocken der Inserate an oft besonders schleimerisch berichtende Boulevard-Blätter ging. Aber auch Google, Facebook und Co., die Kurz sonst gerne für ihre Steuervermeidung kritisiert, wurden üppig gesponsert. Auch hier: Heuchelei auf ganzer Ebene – und das auf unsere Kosten!

Quelle: RTR

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