HomePolitikRegierung weiterhin ohne Plan für vierte Welle

Regierung weiterhin ohne Plan für vierte Welle

Wien. Während die mit Medienförderung aus dem Bundeskanzleramt üppig gefütterten Gratis – und Revolverblätter einen Auftritt von Bundeskanzler Sebastian Kurz im Mateschitz-Fernsehen Servus-TV bejubeln, ist die Regierung weiter ohne Plan für die bereits rollende vierte Welle der Corona-Pandemie. Der Kanzler sprach wie üblich viel und sagte wenig. Er will keinen Lockdown mehr, kann ihn aber auch nicht ausschließen.

Unterdessen kommt vom Grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein Flickwerk. Seine neueste Ansage ist, dass auch in Apres-Ski-Lokalen die 1‑G‑Regel gelten soll, die besagt, dass nur geimpfte Zutritt haben. Warum ausgerechnet der Arzt Mückstein die bereits von COVID genesenen nicht mit den Geimpften gleichstellt, ist nicht nachzuvollziehen.

Diese Woche soll wieder einmal eine Gesprächsrunde zwischen Bundesregierung und Landeshauptleuten stattfinden. Zu große Erwartungen sind nicht angebracht, da die Wahlen in Oberösterreich und in Graz Ende September anstehen, und die ÖVP davor keine unpopulären Maßnahmen setzen wird wollen.

Unterdessen steigt die Zahl der täglichen Neu-Infektionsmeldungen stetig an, während die Impfung nur schleppend vorankommt. Bundesrettungskommandant Gery Foitik vom Roten Kreuz machte für die mangelnden Impffortschritte auch die ungenügende Öffentlichkeitsarbeit der Regierung verantwortlich.

„Die österreichische Bundesregierung und die Landesregierungen weisen weiterhin ein fragwürdiges Pandemie-„Management“ auf. Offenbar ist abermals ein Sommer vergangen, in dem die politische Führung sich nicht auf die saisonale Entwicklung der Corona-Pandemie vorbereitet hat. Für dieses Versagen wird die Bevölkerung bezahlen müssen – in mehrfacher Hinsicht“ stellte die Partei der Arbeit bereits Ende August in einer Erklärung fest. Sicher ist lediglich: Es wird Pressekonferenzen geben, und zwar viele.

Quellen: MSN/heute/orf​.at

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