Start Politik Sommerministerrat: Kurzarbeit verlängert, Arbeitsstiftung beschlossen

Sommerministerrat: Kurzarbeit verlängert, Arbeitsstiftung beschlossen

Der Sommerministerrat war geprägt von der Corona-Epidemie und ihren Auswirkungen sowie den Konsequenzen der Wirtschaftskrise für die Arbeitsmarktentwicklung.

Das aktuelle Kurzarbeitsmodell läuft mit September aus. Da die Wirtschaftskrise sich bis dahin nicht erledigt haben wird, wurde heute ein neues Kurzarbeitsmodell für danach vorgestellt. Bei den auch weiterhin hohen Kurzarbeitszahlen erscheint die Verlängerung als logischer Schritt, wenngleich dieser dafür sorgt, dass die Arbeiterklasse sich ihre Löhne auch weiterhin selbst finanziert. Ab Oktober kann das neue Kurzarbeitsmodell beantragt werden, die Mindestarbeitszeit wird für das für sechs Monate laufende Modell von zehn Prozent auf 30 Prozent der Arbeitszeit angehoben. Diese kann aber in Sonderfällen auf Antrag hin auch weiterhin gesenkt werden. Die Höchstarbeitszeit beträgt 80 Prozent und der Lohn liegt zwischen 80 und 90 Prozent des eigentlichen Lohns. Es sollen außerdem Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Weiterbildungen verlangen. Wie genau dies aussehen soll, bleibt jedoch offen.

700 Millionen für Corona-Arbeitsstiftung

Für eine Corona-Arbeitsstiftung werden 700 Millionen Euro investiert. Hier sollen arbeitssuchende Kolleginnen und Kollegen umgeschult und weiter qualifiziert werden. Diese Qualifizierungsmaßnahmen werden über das AMS abgewickelt und zielen auf Bereiche ab, in denen tendenziell Fachkräftemangel herrscht. Pflege und technische Berufe werden in diesem Kontext thematisiert. Diese Ausbildung kann bis zu zwei Jahre dauern.

Quelle: ORF / Kleine Zeitung

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