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Zurück zur Kohle mit den Grünen

Konnte es den Grünen bisher mit dem Ausstieg aus russischem Gas nicht schnell genug gehen, hat nun aufgrund russischer Lieferausfälle der Katzenjammer begonnen.

Wien/Berlin. Die Grünen in Deutschland und Österreich sind in einem Dilemma. Mit der von ihnen mitforcierten bedingungslosen Unterstützung einer Kriegspartei im Russland-Ukraine-Krieg haben sie wesentlich zur bereits einsetzenden Energiekrise beigetragen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland, die seit kurzem festzustellen ist, führt zu weiteren Panikmaßnahmen. In der BRD will der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck stillgelegte Kohlekraftwerke aktivieren, in Österreich spekuliert die grüne Umweltministerin Leonore Gewessler auf eine Wiederinbetriebnahme des steirischen Kohlekraftwerkes Mellach. 

Für den Klimaökonomen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), Stefan Schleicher, ist der angekündigte Schritt eher eine „Symbolhandlung“, wie er im Ö1-Mittagsjournal vom Montag sagte. Er sieht mit der Reaktivierung von Mellach keinen Ersatz für Gaskraftwerke, die Spitzenlast bereitzustellen haben. Schleicher: „Das kann ein Kohlekraftwerk nicht liefern, weil man dieses mit konstanter Last betreiben muss. Das kann man nicht so schnell auf und ab regeln, wie es für Spitzenlast notwendig ist.“ 

Konnte es den Grünen bisher mit dem Ausstieg aus russischem Gas nicht schnell genug gehen, hat nun aufgrund russischer Lieferausfälle der Katzenjammer begonnen. Russland führt mehrere Gründe für den Engpass ins Treffen. Eine in Reparatur befindliche Turbine der Gaspipeline Nord Stream 1 darf aus Kanada aufgrund der Sanktionen gegen Russland bislang nicht wieder zurückgebracht werden. Alternativrouten werden von der Ukraine blockiert, die übrigens Milliarden mit dem russischen Gastransit einnimmt. Und schließlich kann und wird die Drosselung des Gasstromes nach Westeuropa natürlich auch politische Gründe haben.

Mit den bisherigen Sanktionsschritten gegen Russland beschädigt die EU vor allem den Wohlstand der mittleren und unteren Einkommensschichten und trägt massiv zum Anstieg der Armut in den Mitgliedsländern bei.

Quellen: orf​.at/jungewelt​.de

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