Start Feuil­le­ton Geschich­te 75 Jah­re Befrei­ung von Wien

75 Jahre Befreiung von Wien

Wien Vom 06. bis zum 13. April 1945 gab es eine opfer­rei­che Schlacht zwi­schen den Nazis und der Roten Armee sowie den öster­rei­chi­schen Wider­stands­kämp­fe­rin­nen und –kämp­fern um Wien. Die „Wie­ner Ope­ra­ti­on“ kos­te­te fast 170.000 sowje­ti­schen Sol­da­ten das Leben.

Die Sowjet­uni­on trug die Haupt­last der Alli­ier­ten in der Befrei­ung von Öster­reich bzw. in der Bekämp­fung und schließ­lich dem Sieg über den deut­schen Faschis­mus. Der Vor­stand der Par­tei der Arbeit hält in sei­ner Erklä­rung anläss­lich der Befrei­ung von Wien hier­zu fest: „Es ist das heroi­sche Ver­dienst der Roten Armee, der Völ­ker und der poli­ti­schen Füh­rung der UdSSR, Wien und den Groß­teil Öster­reichs befreit zu haben. Damit ende­ten faschis­ti­sche Ter­ror­herr­schaft, Ver­fol­gung und Mas­sen­mord durch die Nazis, wobei vie­le Öster­rei­cher nicht nur Opfer, son­dern auch Täter oder Kol­la­bo­ra­teu­re waren. Vie­le waren jedoch auch im anti­fa­schis­ti­schen und anti­deut­schen Wider­stand aktiv, vor allem Kom­mu­nis­tin­nen und Kom­mu­nis­ten. Auch ihnen gebührt unse­re Dank­bar­keit und ehren­de Erin­ne­rung, wie der ruhm­rei­chen und opfer­be­rei­ten Roten Armee und der sozia­lis­ti­schen Sowjet­uni­on.“

Ins­be­son­de­re in Zei­ten der Geschichts­um­schrei­bung ist die Aner­ken­nung die­ses Bei­tra­ges von gro­ßer Bedeu­tung. 2019 wur­de unter dem Titel „Bedeu­tung der Erin­ne­rung an die euro­päi­sche Ver­gan­gen­heit für die Zukunft Euro­pas“ im EU-Par­la­­ment eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, die eine Gleich­set­zung von Faschis­mus und Sozia­­lis­­mus-Kom­­mu­­nis­­mus, Nazi-Deut­sch­­land und Sowjet­uni­on vor­nahm. Die Initia­ti­ve kom­mu­nis­ti­scher und Arbei­ter­par­tei­en Euro­pas, eben­so wie die Par­tei der Arbeit ver­ur­teil­ten die­se Reso­lu­ti­on, die ver­sucht, die Sowjet­uni­on als Ver­bün­de­tet von Hit­­ler-Deut­sch­­land zu dif­fa­mie­ren.

Die PdA ruft dazu auf, an die­sem Tag der Opfer des Faschis­mus zu geden­ken und den anti­fa­schis­ti­schen Wider­stand zu ehren. Sie streicht aber auch her­vor, dass es die Grund­ge­set­ze des Kapi­ta­lis­mus und Impe­ria­lis­mus waren, die den Faschis­mus und den Welt­krieg her­vor­ge­bracht haben. „Eine Welt ohne Faschis­mus und Krieg wird erst nach Über­win­dung des Kapi­ta­lis­mus nach­hal­tig mög­lich sein – und die­se Welt wird der Sozia­lis­mus sein“, schließt der Vor­sit­zen­de der Par­tei Tibor Zen­ker.

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