In Innsbruck ist am Sonntag ein zentraler Meilenstein beim Neubau der Rauchmühlbrücke erreicht worden. In aufwendiger Millimeterarbeit wurde das rund 1.400 Tonnen schwere Tragwerk der neuen Eisenbahnbrücke über die Hallerstraße an seine endgültige Position gebracht. Die Bahnstrecke zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und der Haltestelle Rum bleibt dennoch bis einschließlich 29. Jänner gesperrt.
Das neue Brückentragwerk war in den vergangenen Monaten neben der Rauchmühle vorgefertigt worden. Am Sonntag hoben Spezialpressen die Konstruktion zunächst auf eine Höhe von mehr als fünf Metern. Anschließend wurde das Bauwerk mit zwölf mobilen Transporteinheiten mit insgesamt 56 Achsen über eine Strecke von knapp 100 Metern zu den Brückenwiderlagern bewegt. Dabei steuerten Techniker 112 Räderpaare einzeln, die Geschwindigkeit lag bei ein bis zwei Kilometern pro Stunde. Nach einer 90-Grad-Drehung wurde die Brücke millimetergenau aufgesetzt.
Die neue Betonbrücke ersetzt ein Stahltragwerk, das nach mehr als 60 Jahren das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht hatte. Zuletzt hatten täglich rund 270 Züge die alte Brücke passiert. Laut ÖBB soll die neue Konstruktion länger nutzbar sein, weniger Lärm verursachen und einen ruhigeren Lauf der Züge ermöglichen.
Seit 7. Jänner ist die Bahnstrecke zwischen Rum und dem Innsbrucker Hauptbahnhof vollständig gesperrt. Die ÖBB haben einen umfangreichen Schienenersatzverkehr mit bis zu 90 Bussen eingerichtet, die im 15-Minuten-Takt verkehren. Die Fahrzeit zwischen Innsbruck und Hall beträgt rund 27 Minuten. Auch der Fernverkehr ist betroffen: Züge werden über den Innsbrucker Umfahrungstunnel geführt, wodurch sich die Reisezeiten – etwa zwischen Wien und Innsbruck oder Wien und Bregenz – um bis zu eine Stunde verlängern können.
Zusätzlich kommt es während der Bauarbeiten zu Verkehrseinschränkungen für den Individualverkehr. Auf der Hallerstraße steht je Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung, nachts gibt es einzelne Totalsperren mit Umleitungen.
Bis zur Wiederaufnahme des Bahnverkehrs Ende Jänner werden laut ÖBB noch Arbeiten an den Widerlagern sowie die eisenbahntechnische Ausrüstung durchgeführt. Insgesamt werden rund 100 Laufmeter Gleise inklusive Schotterbett neu verlegt. Die neue Rauchmühlbrücke soll – wie ihre Vorgängerin – für mehrere Jahrzehnte den Belastungen des stark frequentierten Bahnverkehrs standhalten.
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