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KPM trauert um Héctor Colío Galindo

Die Kommunistische Partei Mexikos trauert um ihren früheren Generalsekretär Héctor Colío Galindo. Er wurde in den Kämpfen der mexikanischen Jugendbewegung gestählt und trat später als führende Figur der KPM gegen Opportunismus und Revisionismus auf.

Mexiko-Stadt. Tiefe Trauer hat sich über die Mitglieder der Kommunistischen Partei Mexikos (KPM) gelegt, nachdem sie die Nachricht über den Tod ihres früheren Generalsekretärs erfasste. Es handelt sich dabei um Héctor Colío Galindo, der noch am 1. August seinen siebzigsten Geburtstag feiern durfte. Am Dienstag verstarb er, wie die KPM mitteilte, an seiner Coronaerkrankung.

Er war einer der führenden Köpfe, die die Partei nach internen Problemen wieder auf den richtigen Kurs brachte und sie zur heutigen stabilen Protagonistin des mexikanischen Klassenkampfes machte. Ihm und seinen Genossinnen und Genossen ist es beispielsweise zu verdanken, dass die KPM am 2. Parteitag von 2001 wieder den demokratischen Zentralismus als Organisationsprinzip und die Diktatur des Proletariats als programmatisches Ziel zurückeroberte. Im Reorganisations- und Klärungsprozess der KPM stach er als Führungsgestalt mit seinem konsequenten und prinzipienfesten Handeln hervor und trug der Meinung vieler seiner Genossinnen und Genossen nach dazu bei, dass sich allmählich wieder ein kommunistisches Selbstverständnis unter ihren Reihen herausbildete.

Kommunistische Jugend und WBDJ

Héctor Colío Galindo wurde am 1. August 1951 in Mexiko-Stadt geboren. Bereits mit 17 Jahren wurde er politisch aktiv und leitete schon bald die mexikanische kommunistische Jugend. Er war zu der Zeit auch für die Aktivitäten des Weltbunds der Demokratischen Jugend (WBDJ) in Mexiko mitverantwortlich und maßgeblich an der Organisation der XI. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Havanna 1978 beteiligt, in deren Internationalen Organisationskomitee er denn auch als Mitglied saß. In den Kämpfen der Studenten- und Bauernbewegungen der 70er Jahre war er als junger Kommunist an vorderster Front involviert. 

Abgeordnetenhaus und Klassenkampf

Er wurde lokaler Abgeordneter des Bundesstaats Veracruz und von 1988–1991 vertrat er seine Partei im mexikanischen Abgeordnetenhaus in der 54. Legislaturperiode des Kongresses der Union. Dort setzte er sich gegen Privatisierungsmaßnahmen auf Kosten der arbeitenden Menschen ein und verfolgte und unterstützte schwerpunktmäßig die großen Arbeitskämpfe der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter von Tampico und Veracruz. In den letzten 20 Jahren seines Lebens beschäftigte er sich mit der Verteidigung von Land und Natur vor der von der Regierung geduldeten Zerstörung durch die Bergbau- und Energiemonopole Mexikos. An der Neugründung der Kommunistischen Partei Mexikos war er von Anfang an beteiligt und half mit, die Partei neu aufzustellen und aufzubauen. Ab 1994 war er Mitglied des Zentralkomitees und blieb dies, wiewohl in anderer Funktion, bis zu seinem letzten Tag.

Einer der hervorragendsten Kader

Wie das ZK der KPM beschreibt, zeichnete sich seine Arbeit „durch eine entschlossene Verteidigung des Marxismus-Leninismus und gegen die opportunistischen Abweichungen aus, denen die Partei zeitweise ausgesetzt war.“

Selbst nachdem seine Funktion als Generalsekretär erloschen war, arbeitete er beständig weiter in anderen Funktionen im Zentralkomitee. Die KPM verabschiedet sich, nach eigenen Worten, von einem der hervorragendsten Kader ihrer Geschichte:

„Nachdem er nicht mehr Generalsekretär des Zentralkomitees war, erfüllte er alle seine Aufgaben im Zentralkomitee und in seiner Zelle. Er betonte stets die Bedeutung der kommunistischen Jugend und den ständigen Aufstieg von Jugendkadern in die Führung der KPM.

Dies ist ein großer Verlust für die Kommunistische Partei Mexikos, die mit großem Bedauern von einem ihrer hervorragendsten Kader Abschied nimmt.“

Quelle: In defense of communism/KPM

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