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USA erneuern Atomwaffenarsenal

Washington D.C. Die Nationale Verwaltung für Nukleare Sicherheit (NNSA) der USA hat vermeldet, dass die erste Produktionseinheit zur Produktion der neuen Generation der B61-Wasserstoffbomben fertiggestellt wurde. Im kommenden Mai soll die volle Produktion der Bomben beginnen, bis 2026 soll sie abgeschlossen sein. Dann sollen sämtliche B61-Bomben der Generationen 3, 4 und 7 durch die neue Generation 12 ersetzt worden sein. Im Einsatz sind dann noch die Generationen 11 und 12. 

Transatlantische Kampfblätter haben den teilweisen Abzug alter B61-Bomben aus Europa in den letzten Jahren mitunter als „heimliche Abrüstung“ bedauert. Statt um Abrüstung ging es aber gemäß dem „B61-12 Life Extension Program“ offensichtlich darum, die veralteten B61-Bomben der Generationen 3, 4 und 7 zu zerlegen und die noch brauchbaren Teile für die neue Generation 12 wiederzuverwerten. Ob sie dann wieder zurück nach Europa kommen wird freilich von den künftigen strategischen Interessen des US-Imperialismus abhängen. Da China inzwischen Russland als Hauptfeind der USA ersetzt hat, könnten die Bomben womöglich stattdesen anderswo eingesetzt werden, um den Druck auf das „Reich der Mitte“ zu erhöhen. 

Laut NNSA-Chefin Jill Hruby sollen die neuen Atomwaffen präziser, sicherer und verlässlicher sein. Im Vergleich zur Generation 11 (mit einer Sprengkraft von 0,3/100/400 kT TNT-Äquivalent) soll die Generation 12 mit 0,3/1,5/10/50kT TNT eine niedrigere Sprengkraft aufweisen. Sie kann mehrere Meter in das Erdreich eindringen und daher in Kombination mit ihrem satellitengesteuerten Lenksystem gezielt feindliche Bunker zerstören. Mit niedrigerer Sprengkraft und präziser Lenkbarkeit sinkt allerdings auch die Schwelle, bei der eine Bombe eingesetzt wird. Zum Vergleich: Die Bomben, die die USA im Jahr 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen haben, hatten eine Sprengkraft von 12,5 bzw. 21 kT TNT. 

Zum 75. Jahrestag dieser Bombenabwürfe hat der Vorsitzende der Partei der Arbeit, Tibor Zenker, in einer Grußbotschaft betont, dass die nukleare Aufrüstung durch die imperalistischen Staaten eben nicht nur dem Kampf gegen den Staat gewordenen Sozialismus diente, sondern auch zwischenimperialistische Auseinandersetzungen militärisch ausgetragen werden: Es sind Imperialismus und Kapitalismus, „deren Herrschaft unweigerlich mit Militarismus, Aufrüstung, Interventionen, Okkupationen und Kriegen verbunden ist.“ Dagegen würden internationale Abkommen und Verträge nicht ausreichen, da diese im Zweifelsfall ohnehin einfach ignoriert werden. Stattdessen gehe es darum, dem Imperialismus den Boden unter den Füßen zu entziehen – nämlich die politische und ökonomische Macht des Monopolkapitals.

Quellen: Telepolis / NNSA / NNSA / Zeit / Partei der Arbeit

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