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YouTube blockiert kubanische Nachrichtenportale

Havanna/Washington. Am vergangenen Donnerstag (Ortszeit) wurden durch den zu Google gehörenden US-Konzern YouTube mehrere Kanäle offizieller kubanischer Nachrichtensender geschlossen. Der Konzern begründet diesen Schritt mit der seit etwa 60 Jahren aufrechten Blockade gegen Kuba, einer Wirtschafts‑, Handels- und Finanzblockade. Diese verbietet unter anderem Exporte kubanischer Produkte, die Möglichkeit Inhalte von kubanischen Servern im Ausland herunterzuladen gilt als ein solcher Export, so der Google-Konzern.

Betroffen von der Löschung aktueller sowie archivierter Beiträge sind das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Kubas, Granma, der weltweit ausstrahlende Fernsehsenders Cubavisión Internacional sowie die Informationssendung »Mesa Redonda. Auch venezolanische Kanäle des staatlichen Nachrichtensenders wurden zu diesem Zeitpunkt gelöscht. Cubadebate hielt in diesem Zusammenhang fest, dass damit klar sei, dass die US-Blockade, die sich auf alle Bereiche in Kuba erstrecke, auch als Rechtfertigung dafür diene, unliebsame Inhalte zu zensieren. Die Granma bezeichnete die Kontosperrungen Berichten zufolge als „Aggression gegen wichtige kubanische Kommunikationskanäle“.

Propaganda: Nicht der erste US-Internetriese der Konten sperrt

Bereits 2011 schaltete YouTube den Kanal von Cubadebate ab. 2019 folge Twitter diesem Vorbild und blockierte die twitter-Account von Cubadebate, der Zeitung Juventud Rebelde, des kommunistischen Jugendverbandes Unión de Jóvenes Comunistas und der Sendung Mesa Redonda.

Washington finanziert parallel immer mehr sogenannte ‚unabhängige Journalistinnen und Journalisten‘, die eine alternative Nachrichtenberichterstattung gewährleisten sollen, welche die Propaganda des US-amerikanischen Imperialismus verbreiten. Berichten zufolge hat die dem US-Außenministerium unterstehende Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) kürzlich drei Millionen US-Dollar für NGOs und Journalistinnen und Journalisten zur Verfügung gestellt, damit diese über „die Ausbeutung kubanischer Beschäftigter und Ärzte“ berichten. 

Die gesperrten Nachrichtenportale äußern den Verdacht, dass es sie jetzt getroffen habe, weil sie aktuell vielfach über die Hintergründe der Pandemie-Bekämpfung und die Erfolge des Sozialistischen Kubas berichteten. Bei der verschärften Situation in den USA sind diese Inhalte selbstverständlich nicht zuträglich für antikommunistisches Propaganda. 

Als Zeitung der Arbeit unterstützen wir die Kampagne unblock Cuba gegen die kriminelle US-Blockade, die solche Handlungen begünstigt.

Quelle: Junge Welt/Junge Welt

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