Start Klassenkampf Die Arbeitslosenzahlen steigen weiter – der Reichtum auch

Die Arbeitslosenzahlen steigen weiter – der Reichtum auch

Die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt ist weiterhin mehr als angespannt. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen werden aufgrund der grassierenden Wirtschaftskrise arbeitslos und verlieren somit ihren Lebensunterhalt. Gleichzeitig werden die Reichen auch in Österreich immer reicher.

Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit steigt

Ende Dezember stieg die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die von einem Verlust des Arbeitsplatzes betroffen waren, noch einmal rasant an. Am 22. Dezember vermeldete die APA um 21.415 mehr Menschen ohne Job als in der Vorwoche und 33.928 mehr Kolleginnen und Kollegen in Kurzarbeit. Hier wurde die Zahl der Kolleginnen und Kollegen auf 493.572 Personen beziffert, die beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos vorgemerkt waren. Zum 05. Jänner sind österreichweit mittlerweile 521.000 Personen ohne Beschäftigung, 417.000 sind in Kurzarbeit. Das sind 113.047 mehr Arbeitslose als im Vorjahr und 140.000 Kolleginnen und Kollegen mehr in Kurzarbeit, als noch im Vormonat. Die Lage für die Lohnabhängigen in Österreich ist somit als dramatisch zu bezeichnen, denn fast eine Million Menschen haben mit Einkommenseinbußen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit zu tun und Lösungen sind nicht in Sicht. 

Kapitalismus und Reichtum

Die Sozialpartner scheinen ratlos. Eben diese Ratlosigkeit ist jedoch sicherlich durch eine (gewollte) Begrenztheit im Denken zu erklären, die Begrenztheit auf den Kapitalismus. Diesem wohnen diese Krisen schließlich inne und sie treten immer wieder zyklisch auf, mit eben den Begleiterscheinungen von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Während Profite auf der anderen Seite steigen. Der Standard titelte beispielsweise heute: „Jeff Bezos und Elon Musk sind 2020 um 217 Milliarden Dollar reicher geworden“. Aber es sind nicht nur die US-Reichen, die auch in der Krise reicher werden, auch die heimische Bourgeoisie muss sich keine Sorgen um ihre Pfründe in Zeiten von Corona machen. So belegt eine aktuelle Studie zu der hiesigen Vermögensverteilung, dass Corona diese auch zugunsten der Reichen verschoben habe. Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt in Österreich 39 Prozent des Privatvermögens. Die ärmsten 50 Prozent der Bevölkerung verfügen gleichzeitig nur über drei Prozent des Vermögens. Die AK-Studie geht davon aus, dass es in Österreich 155.000 Millionäre und 38 Milliardäre gibt. Diese wird die aktuelle Krise zumindest nicht in ihrer Existenz bedrohen, sofern sie diese überhaupt merken, da die Kosten natürlich sozialisiert werden, wie es sich in der kapitalistischen Grundordnung gehört, und somit die Arbeiterklasse die Zeche zahlt. 

Quelle: Standard/Kleine Zeitung/OÖ Nachrichten/NÖ Nachrichten

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