Start Klassenkampf Austrian Airlines zentralisiert und streicht Jobs in Innsbruck

Austrian Airlines zentralisiert und streicht Jobs in Innsbruck

Innsbruck. Die Arbeitsplätze von 30 Kolleginnen und Kollegen, die bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) in Innsbruck beschäftigt sind, sollen gestrichen werden. Die Flugzeugwartung des Unternehmens soll dazu in Wien zentralisiert werden. Auch in Graz, Salzburg und Linz soll es zu solchen Maßnahmen kommen.

Mit den 30 Kolleginnen und Kollegen aus Innsbruck würden bereits Gespräche laufen, sie würden das Angebot erhalten, nach Wien zu wechseln, heißt vonseiten der AUA. Ein ähnliches „Angebot“ hätten auch jene 40 Beschäftigten erhalten, die zuvor von der Schließung der Crew-Base für Flugbegleitern und Piloten betroffen waren. Dieser Versetzung hatte der AUA-Betriebsrat aber nicht zugestimmt. Hierzu sind auch noch zwei arbeitsgerichtliche Verfahren anhängig. Bis diese entschieden seien, würden die Kolleginnen und Kollegen sprichwörtlich „in der Luft hängen“, kritisierte Andreas Geldner, stellvertretender AUA-Betriebsratsvorsitzender.

Erinnern wir uns, 150 Millionen Euro hatte die AUA einfach so als Staatshilfe geschenkt bekommen – aus Steuergeld, versteht sich –, für einen zusätzlichen 300-Millionen-Kredit steht die Republik Österreich ebenfalls gerade. Schwarz-Grün war über ihren großen Wurf jedenfalls mächtig stolz. Und auch das Management der AUA hatte allen Grund zu feiern, denn kurze Zeit später gab es für diese Herrschaften eine Boni-Auszahlung in Höhe von 2,9 Millionen Euro. Eine Jobsicherheit für die Kolleginnen und Kollegen ist da natürlich nicht mehr drin, das muss man schon verstehen. Oder auch nicht. Sie müssen jetzt jedenfalls um ihre Jobs bangen oder können gnädigerweise einen Umzug nach Wien in Kauf nehmen. Danke für nichts.

Quelle: ORF / Zeitung der Arbeit / Zeitung der Arbeit

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