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Deutsche Lokführer treten in den Streik

In der BRD stehen bald die Züge still: Im laufenden Tarifstreit entschieden sich die GDL-Mitglieder für eine Arbeitsniederlegung.

Frankfurt am Main. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) entschied sich in einer Abstimmung ihrer rund 37.000 Mitglieder für einen Streik bei der Deutschen Bahn (DB). Das Votum zugunsten des Arbeitskampfes, der bereits im Juni in Aussicht gestellt worden war, fiel mit 95 Prozent überaus hoch aus. Begonnen wird am Dienstag-Abend im Bereich des Frachtverkehrs bei DB Cargo, ab Mittwoch wird auch der Personenverkehr bestreikt. Die Arbeitsniederlegung der deutschen Lokführer ist jedoch befristet und soll am kommenden Freitag in den frühen Morgenstunden wieder enden.

Die GDL will mit dieser limitierten Maßnahme ein Signal an die Konzernleitung der staatlichen DB AG senden: Eine Nulllohnrunde, wie es dem Management im laufenden Tarifstreit vorschwebt, wird nicht akzeptiert, die Lokführer fordern eine Lohnerhöhung um 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie. Dass der BRD-Staat in Pandemie und Krise zig Milliarden Euro an Konzerne verschleudert und in staatlichen Vorständen Luxusgehälter zahlt, aber den arbeitenden Menschen nicht einmal die Inflation abgelten möchte, ist vielsagend: Der ideelle Gesamtkapitalist forciert auch ganz praktisch und unmittelbar die Profitsicherung im Staatsbetrieb, während die Löhne der Arbeiterklasse minimiert werden sollen. Die Kolleginnen und Kollegen im Führerstand der DB-Züge haben schon richtig erkannt: Dagegen hilft nur Klassenkampf.

Quelle: ORF

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