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Erntehelfer unterhalb des Mindestlohns bezahlt

Niederösterreich/Marchfeld. Es werden immer wieder Fälle bekannt, in denen Erntearbeiter und ‑arbeiterinnen unterhalb der herrschenden Standards, die ohnehin recht niedrig sind, angestellt worden. Die Finanzpolizei wurde kürzlich auf einen Fall in Niederösterreich aufmerksam, wo der Bauer die Kolleginnen und Kollegen weit unterhalb des Mindestlohns zahlte. Mit einem Stundenlohn von vier statt den kollektivvertraglich festgelegten 8 Euro wurde hier Lohn- und Sozialdumping betrieben, so das Finanzministerium. Bei der Kontrolle fiel auf, dass die Kolleginnen und Kollegen offiziell 40 Stunden arbeiteten, jedoch in der Realität bis zu 100 Stunden in der Woche ausgebeutet wurden. Einige wurden verspätet und einer der Kollegen gar nicht bei der Sozialversicherung angemeldet. 

Solche Vorgänge sind im Bereich der Erntehelferinnen und ‑helfer keine Seltenheit. Als ein Bereich, in dem Kolleginnen und Kollegen aus den angrenzenden Staaten als Billiglohnkräfte für körperlich anstrengende Arbeit eingesetzt werden, gibt es hier immer Versuche die Arbeitskräfte unterhalb der geltenden Arbeitsmarktstandards zu beschäftigen, um Profite weiter zu maximieren.

Quelle: ORF

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