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Dreiundzwanzigster Frauenmord 2021

Am Nationalfeiertag wurde eine Frau in Vorarlberg Opfer eines Würgeangriffs, der mutmaßlich durch ihren Lebensgefährten verübt wurde. Sie erlag den tödlichen Verletzungen.

Feldkirch. Gestern erlag eine Vorarlbergerin, deren Lebensgefährte sie am Nationalfeiertag mutmaßlich würgte, ihren Verletzungen. Sie ist im heurigen Jahr 2021 das 23. Opfer eines Frauenmordes. Von tragischen Einzelfällen kann schon lange keine Rede mehr sein. In Relation zum Stand im Oktober 2020 ist die Zahl erneut gestiegen. Österreich befindet sich im EU-Vergleich mit der Anzahl der Frauenmorde im höchsten Bereich.

Übergriffe, Gewalt bis hin zu Morden an Frauen haben im Rahmen der Pandemie erwartungsgemäß zugenommen. Die Täter sind in der Regel (Ex-)Ehemänner, (Ex-)Partner, Verwandte und Bekannte aus dem Nahumfeld. 20 Prozent der Frauen in Österreich sind bis zu ihrem 15. Lebensjahr körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt, jede dritte Frau in dieser Alterskohorte hat in irgendeiner Form sexuelle Belästigung erfahren. Effektive Maßnahmen gegen diese Gewalt im Form von Gewaltschutzeinrichtungen oder Präventionsmaßnahmen sind Fehlanzeige, ebenso wie die Schaffung einer Basis für die Emanzipation von Frauen. Der Gender Pay Gap ist in Österreich – mit knapp 20 Prozent -, ebenfalls überdurchschnittlich im EU-Vergleich, ebenso wie der Anteil der teilzeiterwerbstätigen Mütter, die somit vielfach in ökonomischer Abhängigkeit von potenziellen Peinigern stehen.

Stattdessen werden Steuergeschenke für die Reichen verabschiedet und die Rechte der Arbeiterklasse weiter angegriffen.

Quelle: ORF/Autonome Österreichische Frauenhäuser/Bundeskanzleramt

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