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Mieten seit 2008 um 60 Prozent gestiegen

„Der reale Wert eines durchschnittlichen österreichischen Nettoeinkommens bezogen auf den Immobilienpreisindex hat seit der Finanzkrise um über 40 Prozent und seit Beginn der Pandemie allein um rund 13 Prozent abgenommen“, sagte UniCredit-Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Dagegen haben sich die Preise für Wohnraum seit 2008 mehr als verdoppelt. 

Wien. Seit über einem Jahrzehnt steigen die Preise für Wohnraum in Österreich deutlich an. Auch im vergangenen Jahr 2021 setzte sich der Trend fort, die Analysten der UniCredit-Bank Austria gehen von einem Anstieg um mehr als 10 Prozent aus. Zwar sind auch die Einkommen gestiegen, sie kommen bei dem Tempo der Wohnpreise aber nicht mit. Seit Beginn der Pandemie ist der Wert eines Jahresnettoeinkommens in Relation zu den Preisen real um rund 13 Prozent gesunken, so die Ökonomen.

Beleg für Versagen der Gewerkschaften

Diese Zahlen sind nicht nur ein Beleg dafür, dass die Jubelmeldungen des ÖGB und seiner Fachgewerkschaften über die Lohnabschlüsse völlig realitätsfern sind, sondern sie belegen auch, dass die Mehrzahl der Bevölkerung immer mehr unter finanziellen Druck gerät.

„Der reale Wert eines durchschnittlichen österreichischen Nettoeinkommens bezogen auf den Immobilienpreisindex hat seit der Finanzkrise um über 40 Prozent und seit Beginn der Pandemie allein um rund 13 Prozent abgenommen“, sagte Chefökonom Bruckbauer. Dagegen haben sich die Preise für Wohnraum seit 2008 mehr als verdoppelt.

Nicht nur der Wohnungskauf, auch die Mieten sind seit 2008 stark gestiegen, nämlich um rund 60 Prozent oder 3,7 Prozent pro Jahr. Der Zuwachs liegt damit deutlich über der Inflation sowie über den nominellen jährlichen Einkommenszuwächsen (2 Prozent) in diesem Zeitraum. „Der reale Wert eines durchschnittlichen österreichischen Nettoeinkommens bezogen auf den Mietpreisindex hat seit der Finanzkrise um über 20 Prozent abgenommen. Da sich die Immobilienpreise in diesem Zeitraum hingegen mehr als verdoppelt haben, ist Mieten relativ zu Kauf weniger stark gestiegen“, sagte Pudschedl.

Quelle: MSN

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