Start Klassenkampf Sparpaket bei Casinos Austria kostet 600 Stellen

Sparpaket bei Casinos Austria kostet 600 Stellen

Wien. Das firmeneigene „ReFIT“-Sparpaket bei der Casinos Austria AG (CASAG) hat zur Anmeldung von 600 Kolleginnen und Kollegen beim Arbeitsmarktservice geführt. Neben diesen Kündigungen, die laut Konzern vielleicht nicht alle stattfinden, wird ein neues Gehaltsschema eingeführt, wodurch ein Viertel der Gehaltskosten eingespart werden soll. Dabei wird natürlich immer noch, wenngleich weniger Gewinn gemacht: Die Spielerlöse bei den Casinos Austria International – inklusive der erzielten Nebenerlöse – sanken im ersten Halbjahr 2020 in Bezug zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von 87,3 Millionen Euro auf 52,8 Millionen.

Nach wie vor ist etwa ein Drittel des Glücksspielkonzerns in Staatsbesitz, 33,24 Prozent gehören der österreichischen Staatsholding ÖBAG. Dieser Fakt ändert nichts an der Praxis, dass bei der CASAG natürlich Profite auf Kosten der Arbeiterklasse maximiert werden. Zudem laufen, losgetreten durch die Ibiza-Affäre, Ermittlungen wegen politischer Einflussnahme und Korruption bei CASAG-Postenbesetzungen gegen ÖVP- und (ehemalige) FPÖ-Politiker. Insgesamt hat sich die Mehrheitsprivatisierung keinesfalls ausgezahlt: Die tschechische Sazka-Gruppe hält inzwischen rund 55 Prozent der Aktien und streift anstelle des österreichischen Staates den Großteil der Unternehmensgewinne ein, die aber ohnedies in einem gesellschaftlich fragwürdigen Geschäftsfeld liegen.

Quelle: ORF

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