Zwei Männer sind während der tiefen Temperaturen in den vergangenen Tagen im Freien erfroren, wie medial berichtet wurde. Die Wiener Caritas bestätigte die Todesfälle und verwies auf die Bedeutung der Winternothilfe und des Kältetelefons (01 480 45 53).
Wien. Am vergangenen Sonntag wurde ein Mann von einem Streetworker-Team regungslos in einem Park in Favoriten gefunden. Die alarmierte Rettung konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Schon am Tag zuvor war ein Obdachloser in Floridsdorf von Streetworkern aufgesucht worden, in Lebensgefahr wurde er ins Spital transportiert. Inzwischen verstarb laut Caritas auch dieser Mann. Dort, wo sich der Mann aufgehalten hatte, wurden Gedenkkerzen angezündet.
„Wir sind sehr betroffen und traurig“, erklärte der Wiener Caritas-Direktor Klaus Schwertner. Dass zuletzt Menschen auf der Straße erfroren, „ist einige Jahre her“, sagte Schwertner zur APA. Er verwies auf das Kältetelefon: 01 480 45 53. Dieses verzeichnete zuletzt rund 350 Anrufe pro Tag. Allein 8.000 Anrufe habe es in Wien in diesem Winter bereits gegeben.
Dadurch konnte man Dutzende obdachlose Menschen in den letzten drei Wochen vor dem Kältetod retten, schrieb der Caritas-Direktor auf Facebook. Er appellierte, das Kältetelefon weiterhin zu nutzen. Bei medizinischen Notfällen ist die Rettung unter 144 erreichbar.
In einigen Fällen habe man dank Hinweisen über das Kältetelefon Obdachlose noch rechtzeitig gefunden und ins Krankenhaus einliefern lassen, sagte Schwertner zur APA. Sie konnten stabilisiert werden. „In mehreren 100 Fällen haben wir Menschen in Notquartiere vermitteln können“, so der Caritas-Direktor. Er betonte, dass es genug Schlafplätze in Notquartieren gibt, zuletzt wurden sie nochmals aufgestockt.
Quelle: ORF



















































































