Nur wenige Tage nach der Bestätigung eines mutmaßlichen Frauenmordes in der Steiermark ist in Niederösterreich ein weiterer Tötungsfall bekannt geworden. Ein 47-jähriger Mann aus dem Bezirk Mistelbach steht im Verdacht, seine 36-jährige Lebensgefährtin bereits Anfang Jänner getötet zu haben. Österreich verzeichnet damit schon Mitte Jänner den zweiten mutmaßlichen Frauenmord des Jahres.
Wie die Polizei Niederösterreich mitteilte, erstattete am Abend des 13. Jänner ein Zeuge Anzeige, nachdem ihn der Beschuldigte telefonisch kontaktiert und über den Tod seiner Partnerin informiert hatte. Bei einer Nachschau an der Wohnadresse des Mannes zeigte sich dieser kooperativ und führte die Beamten zu dem Leichnam der Frau, der in einem Erdkeller auf dem Grundstück versteckt war.
Bei der Einvernahme zeigte sich der 47-Jährige umfassend geständig. Er soll seine Lebensgefährtin bereits am 5. Jänner 2026 nach einem Streit erdrosselt haben. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Leib/Leben, übernommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde der Mann in eine Justizanstalt eingeliefert, eine Obduktion des Leichnams ist angeordnet.
Erst am Mittwoch hatte die Polizei in der Steiermark den Tod einer seit dem Wochenende vermissten 34-jährigen Frau bestätigt. Ihre Leiche war am Dienstagabend in einem Waldstück in der Südoststeiermark gefunden worden. Ein 30-jähriger Mann steht im Verdacht, die Frau getötet und in der Erde vergraben zu haben. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordverdachts. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der steirische Beschuldigte, ein Beamter der Spezialeinheit Cobra, hatte ein Teilgeständnis abgelegt, sprach jedoch von einem Unfall. Die Obduktion soll Aufschluss über die genaue Todesursache geben. Zudem prüfen die Ermittler, ob die Frau schwanger war. Im Zuge der Ermittlungen wurden beim Mann auch eine als gestohlen gemeldete Dienstwaffe sowie Munition sichergestellt.
Beide Fälle stehen exemplarisch für eine Gewaltform, die sich überwiegend im nahen sozialen Umfeld der Opfer ereignet. Fachstellen weisen seit Jahren darauf hin, dass Tötungsdelikte an Frauen häufig von (Ex-)Partnern begangen werden und fordern verstärkte Präventionsmaßnahmen sowie einen konsequenten Ausbau des Gewaltschutzes.
Quelle: LPD Niederösterreich

















































































