Start Weitere Ressorts Partei der Arbeit Antikommunisten zu Gast bei der virtuellen Befreiungsfeier

Antikommunisten zu Gast bei der virtuellen Befreiungsfeier

In einem Kommentar setzt sich Tibor Zenker, der Vorsitzende der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) mit dem Charakter der diesjährigen Befreiungsfeier in Mauthausen auseinander. 

Mauthausen. Die traditionelle Befreiungsfeier auf dem Gelände des ehemaligen KZ Mauthausen fällt heuer, zum 75. Jahrestag, aufgrund der Epidemiesituation aus. Es wird stattfdessen eine „virtuelle Feier“ unter dem Titel „Menschlichkeit ohne Grenzen“ geben. Der Präsident des EU-Parlaments, David Sassoli, wird hier ebenfalls eine Videobotschaft beitragen. Also beteiligt sich der Präsident jener Institution, die erst im September vergangenen Jahres (mit den Stimmen aller österreichischen Abgeordneten) eine Resolution verabschiedete, die eine Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus vornimmt. 

Hier „wird der Faschismus verharmlost, v.a. will man verschleiern, dass er ein direktes Ergebnis des Kapitalismus und Imperialismus war und bleibt, während man die kommunistische Bewegung wiederum zum Hauptfeind erklärt.“ Solche Diffamierungen und Geschichtslügen sind Teil des antikommunistischen Klassenkampfs von oben. Doch diese Resolution des EU-Parlaments ist gleichzeitig eine „Gleichsetzung von Opfern und Tätern des Faschismus, von Befreiern und Verbrechern, von antifaschistischen Widerstandskämpfern und Nazi-Terroristen. Oder, um es ganz prägnant auf den Punkt zu bringen: Von jenen, die den Holocaust ins Werk gesetzt haben, und jenen, die ihn beendeten. Und das ist eine Schande, ein Schlag ins Gesicht der Opfer und Widerstandskämpfer.“, so Tibor Zenker in seinem Kommentar „Opfer und Täter des Faschismus“. Aus Perspektive des Vorsitzenden der PdA wäre das „Mauthausen-Komitee unter sozialdemokratischer Führung gut beraten, einer solchen Geisteshaltung keine Bühne zu bieten.“ Weiter wird im Kommentar festgehalten, dass die Partei der Arbeit und befreundete Organisationen heuer auf anderen und eigenen Wegen der Befreiung und der Opfer des KZ Mauthausen gedenken.

Quelle: Partei der Arbeit

BILDQUELLEPatrick Peyr
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