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PdA und Jugendfront begingen Tag des Sieges in Wien

Am 9. Mai feierten die Partei der Arbeit und ihre Jugendfront beim Wiener Mahnmal gegen Krieg und Faschismus die 77. Jahrestage der Befreiung und des Sieges über die Nazi-Barbarei. 

Wien. Delegationen der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) und ihrer Jugendfront begingen am 9. Mai auch heuer den Tag des großen antifaschistischen Sieges der Völker. Gemeinsam mit dem Tag der Befreiung am 8. Mai verweisen diese Daten auf das Jahr 1945, auf die Niederringung des deutschen Faschismus im Zweiten Weltkrieg sowie den Sieg der Anti-Hitler-Koalition, der maßgeblich durch die Rote Armee der Sowjetunion ermöglicht wurde.

PdA und Jugendfront kamen diesmal beim „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ zusammen, das sich vor der Albertina im 1. Wiener Gemeindebezirk befindet. Es handelt sich um ein monumentales, mehrteiliges Werk des kommunistischen Künstlers Alfred Hrdlicka aus dem Jahr 1988, das den Opfern und dem Antifaschismus gewidmet ist. Die Aktivisten und Aktivistinnen führten ein Transparent mit sich, das die Aufschrift „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ trug, sowie PdA-Fahnen und Flaggen der UdSSR. Bei der Bodenplakette des Denkmals wurden Blumen niedergelegt.

PdA-Vorsitzender Tibor Zenker verwies in seiner Rede auf die Bedeutung des 8. und 9. Mai: „Wir gedenken zu diesem Anlass der Opfer, wir würdigen den Widerstand und ehren die Bezwinger der Nazi-Barbarei.“ Hervorzuheben sei, dass die Sowjetunion und die Rote Armee den entscheidenden Anteil an der Niederschlagung des deutschen Faschismus und zur Befreiung Österreichs leisteten. Zenker zog auch den logischen Schluss aus den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts: „Wenn der imperialistische Krieg und der Faschismus in unmittelbarer Weise dem kapitalistischen System entspringen, so muss man dieses System überwinden. Nur auf diese Weise wird es nachhaltig möglich, eine Welt des Friedens und der Völkerfreundschaft zu erringen. Der beste und wirkungsvollste Antifaschismus und ein ebensolcher Antimilitarismus liegen daher im revolutionären Klassenkampf für den Sozialismus.“

Kritisch äußerte sich der PdA-Vorsitzende über das Verhalten der ukrainischen Diaspora in Wien. Sie bemühte sich, am Schwarzenbergplatz, auf dem das Heldendenkmal der Roten Armee steht, das antifaschistische Gedenken zu verunmöglichen – indem sie nämlich „unter Missbrauch des Demonstrationsrechts den Platz zwei Tage lang für alle anderen zu blockieren versuchte, was zumindest zum Großteil tagsüber auch funktioniert hat. Das mag vorrangig antirussische Gründe haben, aber auch antikommunistische und antisowjetische. Es verwundert allerdings nicht, dass ein Regime, das den historischen Nazi-Kollaborateur und Kriegsverbrecher Stepan Bandera zum Nationalhelden und die Neonazi-Banden des Asow-Regiments zu ehrbaren Vaterlandsverteidigern erklärt, ein unsauberes Verhältnis zum 8. und 9. Mai hat und selbst das Andenken an Millionen gefallener ukrainischer Rotarmisten umdeutet.“

Die Gedenkkundgebung war nichtsdestotrotz auch heuer wieder – wenngleich sie nicht am Schwarzenbergplatz stattfinden konnte – eine würdige Aktivität des marxistisch-leninistischen Pols der österreichischen Arbeiterbewegung rund um die PdA. Sie endete mit der sowjetischen Hymne und den Parolen: „Gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg! Für Frieden und Sozialismus!“.

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