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Wanderung von PdA und Jugendfront

Im Zuge einer von PdA und Jugendfront organisierten Wanderung wurde am Ottakringer Friedhof u.a. der Ermordeten der Teuerungsrevolte von 1911 gedacht.

Wien. Am vergangenen Samstag begaben sich Mitglieder der Partei der Arbeit (PdA) sowie der Jugendfront auf eine Wanderung durch den Westen Wiens.

Los ging es vom Bahnhof Hütteldorf aus entlang dem Stadtwanderweg 4, erst durch den 14. und dann durch den 16. Wiener Gemeindebezirk. Der erste Halt war die sogenannte Jubiläumswarte. Von dieser Aussichtswarte auf dem Gallitzinberg am westlichen Wiener Stadtrand hat man Ausblick über das Wiener Stadtgebiet im Osten sowie den Wiener Wald im Westen.

Nach einer kurzen Pause brach die Gruppe wieder auf. Entlang dem Stadtwanderweg 4A gingen die Genossinnen und Genossen zum Schloss Wilhelminenberg. Das ursprüngliche Gebäude war 1781 erbaut worden, jedoch von 1903 bis 1908 abgerissen und im Anschluss im Neoempirestil neu errichtet. Im März 1938 wurde das Schloss von den deutschen Faschisten beschlagnahmt und der Österreichischen Legion übergeben, einer paramilitärischen Einheit österreichischer Nazis. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss in ein Heim, unter anderem für ehemalige KZ-Häftlinge, umgewidmet.

Letzter Halt der Wanderung war sodann der Ottakringer Friedhof, wo die Wandernden der Kämpfer der Teuerungsrevolte gedachten. Im September 1911 gingen zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straßen Wiens, um gegen die extrem hohe Inflation zu protestieren. Besonders die Preise für Nahrungsmittel sowie die Wohnungsmieten hatten sich im Vorfeld der Demonstrationen enorm erhöht. Die vier Wiener Arbeiter Otto Brötzenberger, Franz Joachimsthaler, Franz Wögerbauer und Leopold Lechner wurden im Zuge der Niederschlagung der Unruhen ermordet. Den drei Erstgenannten ist am Ottakringer Friedhof ein Ehrengrab gewidmet.

Nach einem kurzen Redebeitrag über die Hintergründe der Ereignisse vom September 1911 sowie dem Niederlegen von Nelken am Ehrengrab brach die Gruppe zum Ottakringer Bahnhof auf, wo die Wanderung sodann ihr Ende fand.

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