HomeKlassenkampfFrauen„Wir zahlen nicht für eure Krise!“

„Wir zahlen nicht für eure Krise!“

Innsbruck/Linz. Die Partei der Arbeit (PdA) organisierte am vergangenen Wochenende eine Kundgebung zum Internationalen Frauentag in Innsbruck am Wiltener Platz’l. Gemeinsam mit der Kommunistischen Jugend Tirol (KJÖ Tirol) und dem Kommunistischen StudentInnenverband Innsbruck (KSV) mobilisierte sie zur Kundgebung mit der Parole „Wir zahlen nicht für eure Krise!“. An der Kundgebung beteiligten sich auch Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa (ATIK) und Yeni Kadın (Neue Frau).

Für die Kommunistische Jugend sprach der Anfang 20-jährige Arbeiter Franz Müller. Er betonte, dass der Internationale Frauentag für die Kommunistinnen und Kommunisten „kein gewöhnlicher Tag, kein leeres Ritual“ ist, sondern ein Kampftag. Weiters führte Müller aus, dass „das keine einzige Befreiungsbewegung oder gar eine revolutionäre Bewegung ohne Teilnahme der Arbeiterinnen auskommen konnte“, Frauen aber „in Zeiten der dunkelsten Reaktion die gesellschaftliche Hauptlast tragen“ müssen.

Anschließend sprach ein Vertreter von ATIK und Yeni Kadın. Er ging besonders auf die Situation der migrantischen Frau in Österreich ein, die einer verschärften Ausbeutung ausgesetzt ist. So verdienen Frauen in Österreich um rund ein Fünftel weniger als ihre männlichen Kollegen, Migrantinnen verdienen sogar ein Drittel weniger. Er forderte eine strengere Verfolgung von Gewalt gegen Frauen und Hassverbrechen. Zudem erklärte er, dass ohne die Arbeit der Frau die Welt im Chaos versinken würde.

Abschließend sprach Lukas Haslwanter für die Partei der Arbeit. Er erklärte ausführlich wie die Kosten der Krise auf die Arbeiterklasse abgewälzt wurden und werden: „Tausende wurden in Kurzarbeit geschickt und müssen bis heute Lohneinbußen hinnehmen, Betriebe wurden und werden geschlossen und in der Folge wiederum tausende in die Arbeitslosigkeit geschickt, während diejenigen, die noch einen Arbeitsplatz haben, Überstunden schieben müssen und mit Personalkürzungen konfrontiert sind.“ Haslwanter zeigte auf, wie die Frauen von den Maßnahmen der Regierung besonders hart getroffen wurden, so arbeiten sie „vielfach für niedrigste Gehälter unter widrigsten Bedingungen“ und „die unbezahlte Reproduktionsarbeit“ hat sich in Folge „der Schließung der Kleinkinder- und Kinderbetreuungseinrichtung sowie Schulen“ vervielfacht.

Mit Blick auf die Reden der Europäischen Union, verschiedenster sich progressiv gebender Regierungen und feministischer Gruppen zum 8. März wies er die Phrasen „von ‚Gleichstellung der Geschlechter´, ‚Gleichbehandlung´, ‚Chancengleichheit´ oder die ‚Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben´“ als Maßnahmen zur Optimierung der Ausbeutung der Frau durch das Kapital zurück. Er erklärt, dass der Feminismus für das Recht der Frau auf Ausbeutung der Arbeiterklasse eintritt während die proletarische Frauenbewegung für ein Ende der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen eintritt. Ausführlich schilderte er die Errungenschaft der sozialistischen Staaten zur Befreiung der Frau, die einhergingen mit der Befreiung der Arbeiterklasse.

Infotisch in Linz

In Linz organisierte die Partei der Arbeit gemeinsam mit der KJÖ Oberösterreich und dem KSV Linz gestern einen Infotisch zum internationalen Frauentag. Die Partei konnte zahlreiche gute Gespräche mit Passantinnen und Passanten über die Lage der Frau in Österreich führen und zahlreiche Flugblätter der Partei zum Internationalen Frauentag verteilen.

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