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Kubanische Botschaft in Paris angegriffen

Paris. Das Gebäude der kubanischen Botschaft in Paris wurde in der vergangenen Nacht mit einer Benzinbombe angegriffen. Berichten zufolge sind schwere Schäden entstanden, es kam aber zu keinen Verletzungen beim diplomatischen Personal. Der Außenminister Kubas, Bruno Rodríguez Parrilla, bringt die Angriffe mit den US-Kampagnen gegen den Inselstaat in Verbindung, die den Nährboden für solche Taten schaffen. Nach Angaben des Internationalen Pressezentrums des kubanischen Außenministeriums wurden drei Molotow-Cocktails geworfen, von denen zwei die Botschaft trafen und ein Feuer entfachten. Der Angriff hat wahrscheinlich nicht zufällig am 26. Juli, dem Jahrestag des Beginns der Kubanischen Revolution im Jahr 1953, stattgefunden.

Die französische Polizei gab vorerst keinen Kommentar zum Vorfall ab. Die Botschaft verurteilte am Dienstag den Angriff auf ihr Gebäude im 15. Arrondissement der französischen Hauptstadt.

In den vergangenen drei Wochen waren die kubanischen Botschaften in mehreren Städten weltweit Schauplatz von Demonstrationen gegen und zur Unterstützung der kubanischen Regierung als Reaktion auf die Proteste, die am 11. und 12. Juli im ganzen Land ausgebrochen waren. Wir berichteten hierzu bereits ausführlich. Es zeigt sich deutlich, dass die Eskalationsstrategie seitens des US-Imperialismus Früchte tragen. Die anderen imperialistischen Staaten stimmen zwar symbolisch gegen die US-Blockade, stellen sich jedoch selbstverständlich auf die Seite der USA, wenn es um die Verurteilung Kubas geht. US-Außenminister Antony Blinken und die Außenminister von 20 weiteren Ländern gaben am Sonntag eine gemeinsame Erklärung ab. In dieser verurteilen sie die Massenverhaftungen in Kuba und fordern die vollständige Wiederherstellung des Internetzugangs in Kuba. Auch Österreichs Außenministerium unterzeichnete diese Erklärung. 

Die Partei der Arbeit Österreichs (PdA) verurteilt diese Erklärung und insbesondere, dass die österreichische Regierung „Freiheit“ fordert und die Lebensbedingungen des kubanischen Volkes thematisiert, während in Österreich arbeiter- und volksfeindliche Politiken inmitten der Krise verabschiedet werden und sich die Lage des Volkes verschlechtert, während munter Hilfen an das Kapital verteilt werden. Die PdA bestärkt ihre Solidarität mit dem kubanischen Volk, mit der Republik Kuba, mit ihrer Regierung sowie mit der Kommunistischen Partei Kubas und fordert die Einstellung der imperialistischen Einmischungen, Aggressionen und Drohungen sowie das Ende der US-Blockade gegen Kuba.

Quelle: Al Jazeera

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