Kinder und Jugendliche sind in besonderem Maße betroffen: Trotz eines längerfristigen Rückgangs bleibt das Ausmaß der Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten erschreckend hoch.
Washington DC. Im Jahr 2025 wurden in den Vereinigten Staaten erneut zehntausende Menschen Opfer von Schusswaffengewalt. Vorläufige Daten des Gun Violence Archive (GVA) zeigen, dass mindestens 40.000 Menschen angeschossen wurden. Mehr als 14.600 von ihnen kamen ums Leben, über 26.100 wurden verletzt. Suizide sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
Kinder und Jugendliche unter den Opfern
Besonders alarmierend ist der hohe Anteil minderjähriger Opfer. Laut GVA wurden 224 Kinder im Alter von elf Jahren oder jünger durch Schusswaffen getötet, weitere 461 Kinder dieser Altersgruppe wurden verletzt. Auch Jugendliche sind stark betroffen: 1.030 Heranwachsende im Alter zwischen 12 und 17 Jahren verloren 2025 durch Schusswaffengewalt ihr Leben, 2.733 weitere wurden verletzt.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass Waffengewalt in den USA kein Randphänomen ist, sondern tief in den Alltag eingreift – auch und gerade in das Leben von Kindern und Jugendlichen.
Massenschießereien und langfristige Dimensionen
Das GVA registrierte im Jahr 2025 mindestens 407 Massenschießereien. Als solche gelten Vorfälle, bei denen vier oder mehr Menschen getötet oder verletzt wurden, wobei der mutmaßliche Täter nicht mitgezählt wird. Das Gun Violence Archive, eine 2013 gegründete gemeinnützige Organisation, sammelt und veröffentlicht öffentlich zugängliche Daten zu waffenbezogener Gewalt in den USA.
Zwar weisen lokale Medien darauf hin, dass die Zahl der schusswaffenbedingten Todesfälle und Verletzungen seit 2021 vier Jahre in Folge gesunken ist, doch bleibt das absolute Niveau hoch. Rechnet man die Zahlen auf das Jahr um, wurden 2025 durchschnittlich mehr als 110 Menschen pro Tag durch Schusswaffen getötet oder verletzt – Suizide ausgenommen.
Unter Einbezug dieser verweist das GVA zudem auf vorläufige Schätzungen der US-Zentren für Krankheitskontrolle und ‑prävention (CDC), wonach sich im Jahr 2025 mehr als 24.000 Menschen mit Schusswaffen das Leben nahmen.
Die langfristige Dimension der Problematik ist seit Jahren bekannt. Ein im Oktober 2025 veröffentlichter Bericht von NBC News stellte fest, dass seit 1968 mehr als 1,5 Millionen Menschen in den USA durch schusswaffenbezogene Vorfälle ums Leben gekommen sind. Diese Zahl übersteigt laut dem Bericht die Gesamtzahl der US-Todesopfer in allen Kriegen der amerikanischen Geschichte, die auf etwa 1,2 Millionen geschätzt wird.
Quelle: teleSUR




















































































