HomeKlassenkampfJugendErstes Antifaseminar der Jugendfront

Erstes Antifaseminar der Jugendfront

Mauthausen/Linz. Nachdem die Jugendfront der Partei der Arbeit zum 8. März, dem Internationalen Tag der arbeitenden Frau, ihre Arbeit aufnahm und verschiedene Aktivitäten im Bundesgebiet setzte, fand am Wochenende das erste Seminar der marxistisch-leninistischen Jugendorganisation statt. Die Jugendlichen, die in der Tradition des Kommunistischen Jugendverbandes Österreichs stehen und dessen Erbe fortsetzen, beschäftigten sich gemeinsam mit dem KZ-Verband/VdA Oberösterreich am Samstag mit ihrer Geschichte. 

Im Rahmen einer Exkursion nach Mauthausen gab es Inputs zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers, in dem viele politische Gefangene getötet, gefoltert, ausgebeutet und gequält wurden.

Im Rahmen dessen wurde neben dem internationalen Lagerwiderstand außerdem dem Fluchtversucht der Sowjetsichen Öffziere im Rahmen der sogenannten Mühlviertler Hasenjagd im Februar 1945. Im Rahmen diese sind rund 500 sowjetische Offizieren, aus dem Todesblock des KZs ausgebrochen. Motiviert war dieser Ausbruch durch die aussichtslose Situation im Block 20. Sie bewaffneten sich mit Pflastersteinen, Feuerlöschern, Seifen- und Kohlestücken. Hiermit griffen sie die Wachtürme an und warfen feuchte Decken über den elektrisch geladenen Stacheldraht, wodurch es zu einem Kurzschluss kam, der die Überwindung der Lagermauern ermöglichte. Es war ein Akt des Widerstandes, der die Tätigkeit vieler der russischen Offiziere und des internationalen Lagerkomitees im Lager fortsetzte. Jedoch brachen viele Flüchtenden wegen ihrer schlechten körperlichen Verfassung bald zusammen, weitere starben durch die Kugeln der Wachleute. Insgesamt gelang es 419 Rotarmisten zu entkommen. Es wurde eine Großfahndung eingeleitet, an der die SS, die Gendarmerie, die Wehrmacht und der Volkssturm auch zahlreiche Zivilpersonen beteiligt waren. Hierdurch wurden fast alle geflohenen Lagerinsassen aufgegriffen und mehrheitlich sofort ermordet. 

Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem General der Roten Armee, Dmitri Michailowitsch Karbyschew, dem der zweibändige Roman „Festungen die nicht kapitulieren“ gewidmet wurden, der auf grausame Weise in Mauthausen getötet wurde. Auch der Widerstand der österreichischen Kommunistinnen und Kommunisten sowie die Ermordung der ausbaufähigen Kräfte – wie die 42 Widerstandskämpfer, die in der letzten Vergasungsaktion umgebracht wurden – in den letzten Kriegstagen wurde diskutiert.

Außerdem gab es in Linz einen Vortrag zum marxistisch-leninistischen Faschismusverständnis, im Rahmen dessen sich neben Dimitroff und dem 7. Weltkongress mit Positionen der deutschen Kommunistin Clara Zetkin, dem britischen Kommunisten Rajani Palme Dutt und dem Vorsitzenden der Partei der Arbeit Österreichs Tibor Zenker auseinandergesetzt wurde. Den Abschluss fand das Seminar am Sonntag in den Befreiungsfeierlichkeiten.

Die Jugendfront bietet einen Ort für die arbeitende und lernende Jugend und jungen Menschen in Österreich. Aktuell läuft ihre Kampagne „Jugend in einer Front – Organisier dich!“. Jugendliche und junge Menschen sollen angesprochen, politisiert und organisiert werden. Ihren Abschluss findet die Kampagne mit dem Gründungskongress, der voraussichtlich im Herbst 2022 stattfinden soll. Die Jugendfront soll Sammelpunkt der Jugend im revolutionären Klassenkampf gegen Kapitalismus und Imperialismus, für den Sozialismus und Kommunismus werden.

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