Insolvenz, Sanierung, Übernahme und Neuausrichtung bedeuten beim Motorradhersteller KTM am Ende vor allem immer wieder eines: Die Vernichtung von Arbeitsplätzen, um die Profite zu sichern.
Wels. Nach der Neuausrichtung inklusive Umbenennung der Muttergesellschaft von Pierer in Bajaj Mobility AG, folgen bei KTM nun die handfesten Maßnahmen. Der traditionsreiche oberösterreichische Motorradhersteller, der neben der Marke KTM auch die ehemaligen Konkurrenten Husqvarna und GasGas innehat, trennt sich abermals von 500 Mitarbeitern.
Zwei Drittel davon betreffen offenbar die österreichischen Standorte, jedoch nur teilweise die Produktion: Der Personalabbau trifft dem Vernehmen nach vermehrt Angestellte und das mittlere Management. Das deutet darauf hin, dass die neue Konzernführung womöglich auch “unnötigen” Ballast abwerfen möchte. Man wird sehen, was dies für die Bereiche Marketing und Sponsoring bedeutet. Im Großen geht es freilich darum, (fixe) Kosten zu sparen – eine unbedingte Erfordernis nach der Insolvenz von 2024.
Trotz allem war das Jahr 2025 für KTM jedoch keineswegs eine Katastrophe: Der Umsatz beträgt immer noch eine Milliarde Euro, wobei rund 210.000 Motorräder verkauft wurden. Beide Kennzahlen bedeuten natürlich ein Minus gegenüber den Vorjahren, doch implizierten sie bereits wieder positive Entwicklungen wie etwa den Abbau der Lagerbestände.
Von den 3.800 Mitarbeitern des Vorjahres sind nun bald jedoch nur noch 3.300 übrig – ein Minus von knapp 14 Prozent. Und es wird nicht die letzte Kündigungswelle gewesen sein.
Quelle: ORF


















































































