HomeKlassenkampfPdA protestiert vor Lugner-City gegen Sonntagsöffnung

PdA protestiert vor Lugner-City gegen Sonntagsöffnung

Die Partei der Arbeit protestiert gegen die Sonntagsöffnung des Handels und kritisiert die Gewerkschaft der Privatangestellten scharf.

Wien. Am heutigen Sonntag vormittag protestierte die Partei der Arbeit (PdA) waren vor der Lugner City in Wien gegen die Sonntagsöffnung. 

„Die Sozialpartnerschaft macht alles möglich, sogar die heutige Sonntagsöffnung, um die Profite im Handel zu sichern. Argumentiert mit wirtschaftlichem Verlust wird ein Tabubruch begangen, der den Kolleginnen und Kollegen in der ohnehin anstrengenden Zeit im Handel noch einen freien Tag nimmt. Nein zur Sonntagsöffnung! Wieder einmal sorgt die Arbeiterklasse dafür, dass die Profite gesichert werden. Wir sagen: Genug ist genug! Wir haben genug gezahlt! Wir zahlen nicht für eure Krise!“ heißt es in einer Stellungnahme der PdA-Aktivistinnen und Aktivisten.

Um 10.00 Uhr am vormittag war jedenfalls kaum etwas los in der Lugner-City, dafür streifte ungewöhnlich viel Polizei herum.

„Sieben Tage-Woche? Ja klar! Alles mit der GPA!“

mit diesem Slogan übte die PdA bereits früher scharfe Kritik an der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), die durch ihre Zustimmung diese Sonntagsöffnung überhaupt erst möglich gemacht hatte.

Laut Gewerkschaft GPA soll diese Ausnahmeregel nun eben kein Türöffner für eine generelle Liberalisierung der Sonntagsruhe sein, aber wir wissen ja, wie das mit den Briefen ans Christkindl ist. Beschäftigte, die sich jedenfalls für 19. Dezember freiwillig melden (wie war das nochmals mit der viel beschworenen Freiwilligkeit, wenn man aufgrund eines Abhängigkeitsverhältnisses eigentlich überhaupt nicht Nein sagen kann?), verdienen das Doppelte und bekommen einen extra freien Tag. Zu befürchten ist jedoch, dass hier zusätzlich zum 8.Dezember – der als Arbeitstag auch nur auf einen Umfaller der GPA zurückzuführen ist – ein weiterer offener Tag, in diesem Fall der letzte Sonntag vor Weihnachten, geschaffen werden soll.

Angesichts der schändlichen Rolle, die diese Gewerkschaft für die Handelsangestellten schon lange spielt, wären die Beschäftigten gut beraten, sich in Basisinitiativen selbst zu organisieren und den Protest zu artikulieren. Von dieser Gewerkschaftsführung, die das Packeln mit den Unternehmern wie ein Religionsbekenntnis verinnerlicht hat, ist nichts zu erwarten.

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