Start Klassenkampf Stellungnahme von Younion-Vorsitzendem Meidlinger eingefordert

Stellungnahme von Younion-Vorsitzendem Meidlinger eingefordert

Der Busfahrer und Basisgewerkschafter bei den Wiener Linien, Herbert Weidenauer, fordert vom Vorsitzenden seiner Fachgewerkschaft Younion, Christian Meidlinger, eine Antwort ein – bisher vergeblich.

Der Busfahrer, Gewerkschafter und
Personalvertreter Herbert Weidenauer

Wien. Nach den turbulenten Vorgängen rund um eine Gewerkschaftszusammenkunft am 3. Juli, bei der einem gewählten Delegierten der Zutritt verweigert wurde, fordert der Busfahrer Herbert Weidenauer, der die Teilnahme des Kollegen dann doch durchgesetzt hat, nun in einem offenen Brief (siehe Foto) eine Stellungnahme vom Younion-Vorsitzenden Christian Meidlinger zu diesem und anderen Vorfällen ein.

Er hatte ihm bei dieser Sitzung ein Schreiben überreicht, in dem auch auf die fehlende Unterstützung der Gewerkschaft und Personalvertretung für den Gewerkschafter und Personalvertreter Richard Brandl Bezug genommen wird. Nach Ansicht von Weidenauer häufen sich die Fälle, in denen kritische Belegschaftsvertreter gekündigt werden, und in denen die FSG-Personalvertreter und Gewerkschafter einfach zustimmen, anstatt die gekündigten Kollegen zu unterstützen.

„FSGler werden unwissend gehalten“

Das größte Problem des ÖGB und besonders auch der Gewerkschaft Younion besteht in der Existenz von Parteifraktionen, etwas, das es beispielsweise im Deutschen Gewerkschaftsbund überhaupt nicht gibt. „Da wird zunächst , nur unter den FSGlern eine ‚Vorsitzung‘ abgehalten, damit dann bei der Abstimmung alles einstimmig passiert. Weiters weiß ich, dass mindestens die Hälfte oft gar nicht weiß, um was es geht. Und genau DAS ist das System. Die FSGler werden ‚unwissend‘ gehalten und ja kein Nachfragen erlaubt, damit eine Handvoll Spitzenfunktionäre die ganze Meute kontrollieren kann“, schildert ein anderer Gewerkschafter und Personalvertreter, der lieber anonym bleiben will, das „System FSG“. Damit ist auch garantiert, dass eine kämpferischere Linie der Gewerkschaft schon dadurch verhindert wird, dass alle FSG-Vertreter brav nach der Parteilinie abstimmen müssen, und solange die FSG so eine klare Mehrheit hat, wird sich daran wohl nicht so schnell etwas ändern.

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