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Weiterer Stellenabbau bei AUA

Wien. Die Austrian Airlines kündigen an, dass zusätzlich zu den ohnehin geplanten Einsparungen 650 weitere Stellen bis 2023 gestrichen werden. Bereits im Juni letzten Jahres hatte das Tochterunternehmen der Lufthansa erklärt, dass jede sechste Stelle abgebaut werden soll. Michael Trestl macht es im Interview mit aeroTELEGRAPH klar: „Wir müssen uns da am Standort Wien im Wettbewerb besser behaupten können“, so der neue Kommerzchef der AUA. Es wird davon berichtet, dass die Corona-Krise aktuell Probleme für den Konzern mache und zuvor der Wettbewerb durch Billigairlines merkbar war und ist. Die Kosten habe Austrian zwar bereits im vergangenen Jahr gesenkt, es wurden neue Verträge mit Lieferanten ausgehandelt und das Personal verzichtete auf Löhne, außerdem wurden Flugzeuge stillgelegt. Die österreichische Regierung knüpfte ein Rettungspaket, das für die Beschäftigten große finanzielle Einbußen beinhaltet, darunter Lohnkürzungen bis zu acht Prozent und Kurzarbeit bis 2022. Die Krise wird also staatlich auf die Kolleginnen und Kollegen verlagert.

Bereits bis Ende Februar wurden etwa 650 Vollzeitstellen durch „natürliche Fluktuation“ abgebaut, heißt es im ORF. Jedoch werden weitere Jobs auch auf anderem Wege abgebaut werden müssen, die AUA spricht davon, möglichst wenige Kündigungen aussprechen zu wollen. Man werde etwa auch Teilzeitmodelle zur vorübergehenden Reduktion der Personalkapazität prüfen. Dass dieser „Kompromiss“ trotzdem auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen geht, kann hierdurch jedoch nicht verschleiert werden. Das Management der AUA hat sich im August 2021, scheinbar vollkommen unbetroffen von der Krise, eine Boni-Auszahlung in Höhe von 2,9 Millionen Euro ausgezahlt.

Quellen: AEROtelegraph/ORF

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