Erzwungene Migration endet nicht durch Grenzschutz

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Spanien. Es zeigt sich in den aktuellen Fluchtbewegungen, dass sich diese nicht durch ein verschärftes EU-Grenzregime stoppen lassen, sondern sich schlichtweg andere Wege suchen. Nachdem die Außengrenzen von Griechenland und Italien durch den EU-Grenzschutz sowie die nationale Küstenwache, ebenso wie das Abkommen mit der Türkei gut abgeschirmt sind und klar ist, dass hier kaum ein durchkommen ist nimmt die Migrationsbewegung nun eine andere Route. Hier ist der Grenzübertritt zwar mit weniger Menschengemachten Risiken verknüpft, der Seeweg von Afrika auf die Kanarischen Inseln ist jedoch vonseiten der Natur, durch Strömungen wesentlich riskanter. Dennoch haben sich mit 18.000 Menschen heuer deutlich mehr auf diesen risikoreichen Weg gemacht, als noch 2019. Hierbei kamen mindestens 500 ums Leben. 

Die spanische Regierung scheint beim Umgang mit den Geflüchteten eine ähnliche Taktik wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Griechenland und Italien zu verfolgen, nämlich die Geflüchteten auf den Inseln einzukasernieren. Lediglich 1.800 der 18.000 wurden nämlich bis dato aufs Festland gebracht. Die restlichen sind in einem provisorischen Zeltlager auf Gran Canaria sowie in Hotels untergebracht.

Neben einem anderen Umgang mit Asylrecht, dass in der EU de facto ausgesetzt wurde und einem unmenschlichen Dublin-Abkommen sowie der aggressiven Abwehr an den EU-Außengrenzen, die angeschafft gehören, gibt es nur eine wirkliche Lösung. Die ausbeuterische und militärische Tätigkeit von NATO und EU als Fluchtursachen spielen hier die zentrale Rolle und ihnen muss ein Ende gesetzt werden.

Quelle: ZDF/Junge Welt