HomePanoramaMassensterben im Fischabach – tausende Fische verendet

Massensterben im Fischabach – tausende Fische verendet

Wiener Neustadt. Unmittelbar nach den starken Regenfällen am Wochenende ist es zu einem Fischsterben in der Warmen Fischa im Bezirk Wiener Neustadt gekommen. Von tausenden toten Fischen ist die Rede. Medienberichten zufolge, sei das betroffene Revier in etwa neun Kilometer lang. Es beginnt bei Wiener Neustadt und gehe flussabwärts bis Ebenfurth. In diesem Abschnitt seien die größten Schäden festgestellt worden. Bis die Ursache feststehe, soll unbedingt der Kontakt mit dem Wasser vermieden werden, warnt der zuständige Fischaufseher Martin Bauer.

Ein Anrainer hätte bereits am Samstag Alarm geschlagen. Der Fischaufseher habe daraufhin eine „wolkenartige und unnatürliche Trübung“ im Wasser erkennen können. Zudem habe er zahlreiche tote Fische an der Wasseroberfläche entdeckt. Es wurde daraufhin eine Sauerstoffmessung im Wasser vorgenommen, die ergab, dass kaum Sauerstoff im Wasser vorhanden war. Bauer stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die Fische erstickt sein dürften. Die entnommenen Wasserproben müssten aber erst analysiert werden. Über die möglichen Ursachen wollte Bauer aber nicht spekulieren, sondern erst die Ergebnisse der Analysen abwarten.

Schätzungsweise dürften bis zu 90 Prozent des gesamten Fischbestandes verendet sein, darunter hauptsächlich Bachforellen, aber auch Regenbogenforellen und Äschen. Polizei und Behörden seien jedenfalls alarmiert. Bei Kontrollgängen am Sonntag und Montag sei das Wasser aber augenscheinlich wieder klar gewesen.

Bauer betonte, dass es wichtig sei, die Ursache zu finden, um Maßnahmen zu treffen, die ein solches Fischsterben in Zukunft verhindern. Der Schaden sei enorm, insbesondere weil man in den vergangenen fünf Jahren versucht habe, durch Aufzucht den Fischbestand im Gewässer zu verbessern. Die Fischereigesellschaft rief unterdessen die Bevölkerung um Mithilfe auf. Es wurde eine Belohnung für entscheidende Hinweise ausgesetzt, die zur Überführung des Verursachers führen.

Quelle: ORF

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