HomePolitikEx-ÖBAG-Chef Schmid kassierte 2020 über 400.000 Euro

Ex-ÖBAG-Chef Schmid kassierte 2020 über 400.000 Euro

Keine Krise für ÖVP-nahe Manager: Der aktuelle Geschäftsbericht der Österreichischen Beteiligungs-AG zeigt ausufernde Bezüge für den mittlerweile zurückgetretenen Kurz-Vertrauten. Luxusgagen auf unser aller Kosten auch für den Aufsichtsrat.

Dem Kurz-Vertrauten Thomas Schmid, bekannt für seine Verachtung des „Pöbels“, Furcht vor Betriebsräten und eher mangelhafter Qualifikation, werden seine paar Monate an der Spitze der ÖBAG reichlich abgegolten. Wie die ZdA bereits berichtete, betrug der „Grundbezug“ (also ohne „leistungsabhängige Prämien“) im Vorjahr über 400.000 € – nämlich exakt 411.520 €, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht der ÖBAG für das vergangene Jahr hervorgeht. Das ist deutlich mehr, als beispielsweise der Bundespräsident im Jahr verdient. Der Aufsichtsrat erhielt 157.616 Euro.

Die selbsterklärte Wirtschaftspartei ÖVP, sonst für asoziale Kürzungspolitik berüchtigt, schafft es übrigens, in ihrem Verantwortungsbereich als Regierungspartei bei durchschnittlich 20 Dienstnehmern der ÖBAG einen Personalaufwand von fast 3 Millionen zustande zu bringen.

ÖBAG bleibt Goldgrube – für den Vorstand

Schmid war Anfang Juni 2021 nach heftiger Kritik und langem Zögern „freiwillig“ abgetreten. Für seine wenigen Monate an der Spitze der Staatsholding (er kam erst Anfang 2019 auf diesen Posten) hat der Kurz-Vertraute insgesamt weit über eine halbe Million Euro kassiert.

Als Nachfolgerin von Schmidt fungiert nunmehr Edith Hlawat – auch sie kann mit bis zu 800.000 Euro Jahresgage rechnen. Die ÖBAG-Chefin ist unter anderem für die Staatsbeteiligungen an Verbund, Bundesimmobiliengesellschaft, OMV, Post und Telekom verantwortlich – wobei sich all diese Unternehmen bereits selbst gutbezahlte Manager leisten. Aber Sparsamkeit verlangt die ÖVP aus Prinzip immer nur von den anderen.

Quelle: ÖBAG Geschäftsbericht

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