In Österreich breiten sich Neofaschismus und Rechtsextremismus weiter aus. Die Zahl der Straftaten stiegt zuletzt auf vier pro Tag.
Wien. Am Donnerstag veröffentlichte das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) seinen aktuellen Rechtsextremismusbericht. Behandelt wird darin der Beobachtungszeitraum 2024, es ist der zweite Bericht seit Einführung durch das Innen- und Justizministerium. Verursacht durch die Auftraggeber kam es diesmal jedoch zu einer Verzögerung der Präsentation.
Das DÖW geht in seinem Bericht davon aus, dass eine neue Generation von Neonazis entsteht, der es teilweise jedoch noch an umfassender Ideologisierung mangelt. Zentrales Merkmal ist jedenfalls eine ausgesprochene Gewaltbereitschaft. So zeit der Bericht auch, dass es im Jahr 2024 einen Anstieg rechtsextremer Tathandlungen gab, nämlich auf 1.486. In den beiden Vorjahren lagen die Werte niedriger, 2023 bei 1.208 und 2022 bei 928 Straftaten.
Dabei handelt es sich in großer Mehrzahl – über 70 Prozent – um reale, materielle Taten, die im richtigen Leben stattfinden. Nur eine Minderheit von unter 30 Prozent entfällt auf Online-Straftaten. Trotzdem bleibt das Internet freilich Hauptwerkzeug der einschlägigen Propaganda, sowohl “alter” Neonazis als auch “neurechter” Gruppierungen wie der “Identitären Bewegung”. Überschneidungen gibt es, wie hinlänglich bekannt, mit der FPÖ und deren zuverlässig zufälligen Einzelfällen an ihrem „Narrensaum“…
Quellen: DÖW-Bericht / ORF / Der Standard




















































































